{"id":3566,"date":"2025-04-30T00:41:00","date_gmt":"2025-04-29T23:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/?p=3566"},"modified":"2025-09-17T16:26:22","modified_gmt":"2025-09-17T15:26:22","slug":"beria-creation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/beria-creation","title":{"rendered":"Beri&#8217;a = Sch\u00f6pfung"},"content":{"rendered":"\n<p><em>W\u00fcste Zin, 16. Jahrhundert v. Chr. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Entmutigt durch den Bericht ihrer Kundschafter \u00fcber die St\u00e4rke des Feindes hatte das Volk Mose und Aaron die Gefolgschaft aufgek\u00fcndigt und musste die Strafe tragen: Bis auf die Jugend unter zwanzig und die Getreuen Josua und Kaleb w\u00fcrden sie alle den Rest ihres Lebens in der W\u00fcste verbringen und darin sterben. Als sie daraufhin versucht hatten, auf eigene Faust ins gelobte Land einzumarschieren, waren sie von Amalekitern und Kanaanitern geschlagen worden und mussten sich weit zur\u00fcckziehen. Im gereizten Klima von Entt\u00e4uschung und Verbitterung brachen nun alte Rivalit\u00e4ten auf und entluden sich in offener Rebellion.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Korah, ein f\u00fchrender Levit, begehrte dagegen auf, dass nur Aaron und seine S\u00f6hne den Priesterdienst aus\u00fcben durften und F\u00fcrsten aus dem Stamm Ruben, des erstgeborenen Jakobsohnes, f\u00fchlten sich um ihre naturgem\u00e4\u00dfe Vorrangstellung betrogen. Unterst\u00fctzt von 250 einflussreichen Pers\u00f6nlichkeiten versuchten sie die bestehende Ordnung umzust\u00fcrzen. Au\u00dferhalb des W\u00fcstencamps kam es dann zum Showdown und nur vor dem Hintergrund dieser gravierenden Vorgeschichte wird das machtvolle Handeln Gottes nachvollziehbar. Die Erde tat sich auf und verschlang die Aufr\u00fchrer; Feuer vom Himmel verzehrte ihre Gefolgschaft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>boden:los<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Geschichte vom \u201eAufstand der Rotte Korahs\u201c, die uns in 4. Mose 16 \u00fcberliefert ist, l\u00e4sst sich viel lernen. Im Folgenden soll es nur um ein winziges Detail gehen. Als Mose \u00f6ffentlich das Gottesurteil \u00fcber die Rebellen ank\u00fcndigt, bedient er sich einer ungew\u00f6hnlichen Wortwahl: \u201ewenn aber der HERR ein Neues schafft \u2026\u201c \u2013 so \u00fcbersetzt es die Elberfelder Bibel. In der Fu\u00dfnote wird eine Erkl\u00e4rung zu \u201eNeues\u201c angef\u00fcgt, die besagt, dass w\u00f6rtlich \u201eeine Sch\u00f6pfung (d. h. etwas noch nie Geschehenes)\u201c damit bezeichnet wird. Das hebr\u00e4ische Wort \u05d1\u05b0\u05bc\u05e8\u05b4\u05d9\u05d0\u05b8\u059e\u05d4 (beri\u2019a) ist das Substantiv zu dem Verb \u05d1\u05b8\u05bc\u05e8\u05b8\u05d0 (bara = schaffen) und kommt nur an dieser Stelle (4Mo 16,30) vor. Ein derartiges Ereignis, dass der Erdboden sich auf die Ank\u00fcndigung eines Propheten hin spaltet, eine definierte Gruppe von Menschen samt ihrem Hab und Gut hineinst\u00fcrzt und die Erde sich unmittelbar danach wieder \u00fcber ihnen schlie\u00dft, hatte es noch nie gegeben. Es ist ein Beweis f\u00fcr die Sch\u00f6pfermacht Gottes und entzieht sich jeder wissenschaftlichen Erkl\u00e4rung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>un:regelm\u00e4ssig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir lernen in diesem Vers was \u201eSch\u00f6pfung\u201c bedeutet. Aus Gottes Sch\u00f6pfungshandeln resultiert \u201eberi\u2019a\u201c \u2013 etwas Neues, noch nie vorgekommenes, Beispielloses, Unerh\u00f6rtes, was es noch nie gab (nach verschiedenen Bibel\u00fcbersetzungen). Daraus folgt, dass es sich nicht um das Ergebnis naturgesetzm\u00e4\u00dfiger Prozesse handelt, denn das wichtigste Kriterium f\u00fcr ein Naturgesetz ist die Regelm\u00e4\u00dfigkeit der Vorg\u00e4nge, die es beschreibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das trifft auch auf die Erschaffung von Himmel und Erde zu, wie sie uns in 1. Mose 1 und 2 beschrieben wird. Der Widerspruch zwischen dieser Schilderung und naturgesetzlich zu erwartenden Abl\u00e4ufen k\u00f6nnte kaum gr\u00f6\u00dfer sein. Es ist deshalb erstaunlich, dass nicht wenige Christen glauben, man k\u00f6nne beides in Einklang bringen, indem man die Zeitachse einfach kr\u00e4ftig auseinanderzieht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2080\" height=\"579\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3568\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg.jpg 2080w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg-300x84.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg-1024x285.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg-768x214.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg-1536x428.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg-2048x570.jpg 2048w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Schopfung-Chrigg-600x167.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2080px) 100vw, 2080px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Aus kosmologischer Sicht ergibt ein einsamer, wasserbedeckter Gesteinsplanet in einem ansonsten leeren Weltraum keinen Sinn, genauso wenig wie Licht aus einer physikalisch nicht fassbaren Quelle. Das gleichzeitige Erscheinen aller Landpflanzen noch bevor es Leben im Meer gibt, das Auftauchen aller Himmelsk\u00f6rper um die gr\u00fcnende Erde herum am vierten Tag, das Auftreten aller V\u00f6gel vor den ersten Landtieren und die Erschaffung eines vernunftbegabten und kommunikationsf\u00e4higen Menschen \u201eohne Vergangenheit\u201c \u2013 nichts davon kann im Rahmen der heute anerkannten Naturgesetze sinnvoll interpretiert werden. Ebenso r\u00e4tselhaft bleibt, wie ein \u00d6kosystem ohne Tod, allein auf der Basis pflanzlicher Nahrung funktionieren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>harmo:nie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist erstaunlich, mit welcher Vielfalt von Ideen heute versucht wird das klare Zeugnis der Bibel mit den Paradigmen der Naturwissenschaft zu harmonisieren. Ob es theistische Evolutionsmodelle oder andere Formen des \u201eAlte Erde Kreationismus\u201c sind, nichts davon ist konsequent wissenschaftlich, da es eine &#8222;Grenz\u00fcberschreitung&#8220; beinhaltet, weil ein Sch\u00f6pfergott ben\u00f6tigt wird und es steht, mehr oder weniger offensichtlich, im Widerspruch zu Gottes Wort. Dabei k\u00f6nnte alles sehr einfach sein. Das 6-Tage-Werk (<em>Hexaemeron<\/em>) von 1. Mose 1 wird sp\u00e4ter so zusammengefasst: \u201eDenn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist\u2026\u201c (2Mo 20,11). Dieses Sch\u00f6pfungshandeln als \u201e<em>Creatio ex nihilo<\/em>\u201c \u2013 \u201eSch\u00f6pfung aus dem Nichts\u201c zu bezeichnen, greift allerdings etwas zu kurz. In Hebr\u00e4er 11,3 lesen wir, \u201edass das, was man sieht, nicht aus <em>Erscheinendem<\/em> geworden ist.\u201c Der griechische Ausdruck \u03c6\u03b1\u03b9\u03bd\u03bf\u03bc\u03ad\u03bd\u03c9\u03bd (<em>phainomenon<\/em>) bezeichnet etwas, was mit den Sinnen (oder Messger\u00e4ten) wahrgenommen werden kann. Gott hat sich also bei der Sch\u00f6pfung nicht etwas physikalisch Vorhandenem bedient. Gott hat jedoch nicht aus dem \u201eNichts\u201c heraus, sondern aus sich selbst heraus erschaffen (<em>Creatio ex Deus<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>unter:worfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich mich einmal entschieden habe, das Wirken der geistigen Gr\u00f6\u00dfe \u201eGott\u201c in meinem Weltbild zuzulassen und anzuerkennen, dass es mit den Methoden der Wissenschaft nicht erfassbar ist, dann macht es keinen Sinn, es im n\u00e4chsten Moment mit wissenschaftlichen Argumenten einschr\u00e4nken zu wollen. Wir sollten einfach anerkennen, dass die Ursprungsfrage nicht in den Bereich der wissenschaftlichen Erkenntnis f\u00e4llt, sondern in der Bibel durch g\u00f6ttliche Offenbarung beantwortet wird. Es ist vern\u00fcnftig hier eine Unterscheidung vorzunehmen, wie sie bereits der franz\u00f6sische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal (1623\u20131662) anmahnte: \u201eMan muss zu zweifeln verstehen, wo es notwendig ist, sich Gewissheit verschaffen, wo es notwendig ist, und sich unterwerfen, wo es notwendig ist. Wer nicht so handelt, missachtet die Kraft des Verstandes. Es gibt Menschen, die gegen diese drei Grundforderungen versto\u00dfen, die entweder behaupten, alles sei beweisbar, weil sie nichts vom Beweisen verstehen, oder alles bezweifeln, weil sie nicht wissen, wo man sich unterwerfen muss, oder sich in allen F\u00e4llen unterwerfen, weil sie nicht wissen, wo man urteilen muss.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>alters:erscheinungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer eine Fragestellung als \u201ewissenschaftlich nicht zug\u00e4nglich\u201c deklariert und damit einen Bereich abgrenzt, in dem man sich \u201eunterwerfen muss\u201c, wie Pascal es ausdr\u00fcckte, setzt sich dem Vorwurf aus, sich von der Wissenschaft zu verabschieden. Im Fall der Ursprungsfrage gibt es eine anschauliche Parodie, den \u201eLast Thursdayism\u201c, der besagt, dass die Welt samt allen Bewohnern <em>und ihren Erinnerungen<\/em> letzten Donnerstag erschaffen wurde. Dieses Theorem ist intelligenter, als es auf den ersten Blick erscheint, denn wenn der Erkl\u00e4rungsansatz des \u201eGeschaffenen Alters\u201c in der wissenschaftlichen Diskussion zugelassen werden soll, warum dann nicht gleich ab letzte Woche?<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem bleibt Satire eben Satire, auch wenn die ernsthaften Aussagen der Bibel f\u00fcr manchen vielleicht ganz \u00e4hnlich klingen. Die Sch\u00f6pfung wurde nicht an einem Donnerstag, sondern an einem Freitag vollendet. Ob Adam mit \u201eErinnerungen\u201c geschaffen wurde, wissen wir nicht, aber es ist offensichtlich, dass er sofort geistige Kompetenzen hatte, die der Mensch normalerweise erst im Lauf seines Lebens erwirbt. Allerdings geschah das nicht erst letzte Woche, sondern bereits vor etwa 6.000 Jahren. Seither ist viel passiert auf der Erde, und ihre bewegte Vergangenheit hat Zeugnisse hinterlassen, die der Wissenschaft zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ER:kennbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn die Besch\u00e4ftigung Gl\u00e4ubiger mit Ursprungsfragen sich in dem Paradigma \u201eWissenschaft in einer geschaffenen Welt\u201c bewegen w\u00fcrde, in dem die urspr\u00fcngliche Sch\u00f6pfung als nicht weiter zu hinterfragende Grundannahme (Axiom) akzeptiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich nicht in dem aussichtslosen Unterfangen verliert, Gottes Sch\u00f6pfungshandeln wissenschaftlich erkl\u00e4ren zu wollen, kann sich darauf fokussieren aufzuzeigen, dass die Bibel der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis von Erd- und Weltgeschichte ist, oder darzustellen, warum naturalistische Theorien zum Ursprung von Materie, Leben, Verstand, Sprache, Moral und Geist nicht funktionieren. Unsere Zeit ist zwar einerseits gekennzeichnet von R\u00f6mer 1,22: \u201eIndem sie sich f\u00fcr Weise ausgaben, sind sie zu Toren geworden.\u201c Aber die Verse davor (19 und 20) bekommen durch die Entdeckungen der modernen Wissenschaft ganz neue Aktualit\u00e4t: \u201eweil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, n\u00e4mlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcste Zin, 16.<br \/> Jahrhundert v.<br \/> Chr.<br \/> Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt.<br \/> Entmutigt durch den Bericht ihrer Kundschafter \u00fcber die St\u00e4rke des Feindes hatte das[\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3567,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"remove_blocks_before_content":false,"remove_blocks_after_content":false,"disable_reading_progress_bar":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1,9],"tags":[],"class_list":["post-3566","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bible","category-prehistory"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3566"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5175,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3566\/revisions\/5175"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}