{"id":4130,"date":"2025-02-15T11:53:40","date_gmt":"2025-02-15T11:53:40","guid":{"rendered":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/?p=4130"},"modified":"2025-05-20T14:23:17","modified_gmt":"2025-05-20T13:23:17","slug":"unclean-birds","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/unclean-birds","title":{"rendered":"Unreine V\u00f6gel"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">In der Aufz\u00e4hlung der V\u00f6gel, die nicht gegessen werden durften (3Mo 11,13-19; 5Mo 14,11-18), wird viermal die Wendung \u00bbnach ihrer Art\u00ab verwendet. Sie kann entweder als \u00bballe Arten von\u00ab verstanden werden \u2013 in diesem Fall w\u00e4ren die Namen eher als Sammelbezeichnungen zu verstehen, \u00e4hnlich wie die <em>Familien<\/em> der V\u00f6gel in der modernen ornithologischen Taxonomie, oder als \u00bbin der Art von\u00ab \u2013 in diesem Fall w\u00e4ren konkrete Arten als repr\u00e4sentatives Beispiel f\u00fcr alle \u00e4hnlichen V\u00f6gel aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6wen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich ist <em>schachaf<\/em> (\u00bbdie Schlanke\u00ab) eine Sammelbezeichnung f\u00fcr M\u00f6wen (<em>Larinae<\/em>). Auch das griechische <em>laros<\/em> in der LXX ist ihnen eindeutig zuzuordnen (3Mo 11,16; 5Mo 14,15). Die Mittelmeerm\u00f6we (<em>Larus michahellis<\/em>) ist an allen israelischen K\u00fcsten und auch am See Genezareth zuhause. Einige andere Arten m\u00f6gen es noch w\u00e4rmer und sind am Roten Meer und s\u00fcdlich davon zu finden, zum Beispiel die D\u00fcnnschnabelm\u00f6we (<em>Chroicocephalus genei<\/em>), Heringsm\u00f6we (<em>Larus fuscus<\/em>) und Wei\u00dfaugenm\u00f6we (<em>Ichthyaetus leucophthalmus<\/em>). Die Lachm\u00f6we (<em>Chroicocephalus ridibundus<\/em>), die in Deutschland weit verbreitet und besonders den Nordseeurlaubern gut bekannt ist, \u00fcberwintert in Israel, ebenso wie die Zwergm\u00f6we (<em>Hydrocoloeus minutus<\/em>), Schwarzkopfm\u00f6we (<em>Ichthyaetus melanocephalus<\/em>) und Sturmm\u00f6we (<em>Larus canus<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1417\" height=\"942\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4132\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz.jpg 1417w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz-300x199.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz-768x511.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schlanker-platz-600x399.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1417px) 100vw, 1417px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">schlanker:platz \u2013 Obwohl Israel 315 K\u00fcstenkilometer und einige gute Naturh\u00e4fen hat, beschr\u00e4nkten sich die nautischen Aktivit\u00e4ten der Juden auf einige Joint Ventures mit den erfahreneren Ph\u00f6niziern. Meeresv\u00f6gel wie diese Mittelmeerm\u00f6we (<em>Larus michahellis<\/em>) waren ihnen nat\u00fcrlich trotzdem bekannt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Kormorane<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort <em>schalak<\/em> bedeutet \u00bb(sich) hinabwerfen\u00ab und bezieht sich, wie auch das griechische <em>katarraktes<\/em> \u2013 \u00bbder Herabst\u00fcrzende\u00ab, auf die Jagdweise des Kormorans (<em>Phalacrocorax carbo<\/em>). Der flinke Schwimmer taucht kopf\u00fcber in Gew\u00e4sser und erbeutet mit seinem rauen Hakenschnabel Fische, f\u00fcr die es kein Entkommen mehr gibt, wenn er erst einmal zugepackt hat. Die Bezeichnung \u00bbSturzpelikan\u00ab findet man zwar au\u00dferhalb der Elberfelder \u00dcbersetzung so gut wie gar nicht, aber diese Wortsch\u00f6pfung trifft den Sinn ganz gut (3Mo 11,17; 5Mo 14,17). In Israel kommt er heute nur als Durchreisender oder Wintergast vor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1656\" height=\"932\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4133\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm.jpg 1656w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm-300x169.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm-768x432.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-schwarm-alarm-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1656px) 100vw, 1656px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">schwarm:alarm \u2013 Mit einem merkw\u00fcrdigen kleinen H\u00fcpfer leitet der Kormoran (<em>Phalacro corax carbo<\/em>) seine Unterwasserjagd ein. Wenn er einmal abgetaucht ist, haben die Fische in der N\u00e4he nichts zu lachen \u2013 blitzschnell und zielsicher st\u00f6\u00dft er zu.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Ibisse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unklar ist, welcher Vogel mit <em>janschuf<\/em> gemeint ist (3Mo 11,17; 5Mo 14,16; Jes 34,11). Das griechische <em>ibis <\/em>in der LXX weist auf eine Art der Ibisv\u00f6gel (<em>Threskiornithidae<\/em>) hin. Der Heilige Ibis (<em>Threskiornis aethiopicus<\/em>) ist am bekanntesten. Er kam fr\u00fcher in \u00c4gypten, m\u00f6glicherweise auch in Israel, vor. Heute lebt er nur noch s\u00fcdlich der Sahara. Er braucht allerdings Wassern\u00e4he und ist kein typischer Ruinenbewohner (wie in Jes 34,11 beschrieben). Zur Familie der Ibisse geh\u00f6rt auch der Waldrapp (<em>Geronticus eremita<\/em>), der in Israel zwar selten, aber daf\u00fcr im ganzen Orient heimisch ist und sich auch in Ruinen wohlf\u00fchlt. Er hat verschiedene Bezeichnungen, wie zum Beispiel Schopfibis, M\u00e4hnenibis, Klausrapp, Steinrapp, Klausrabe oder Waldhopf und w\u00e4re ein passender Kandidat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1513\" height=\"792\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4134\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel.jpg 1513w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel-300x157.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel-1024x536.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel-768x402.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fabel-vogel-600x314.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1513px) 100vw, 1513px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">fabel:vogel \u2013 Mit dem Waldrapp (<em>Geronticus eremita<\/em>) scheint irgendetwas nicht zu stimmen; es sieht aus, als tr\u00fcge er eine Maske. Gelehrte hielten ihn jahrhundertelang f\u00fcr ein Phantasieprodukt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Purpurh\u00fchner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit <em>tanschemet<\/em> wird in der LXX <em>porphyriona<\/em> das Purpur- oder Smaragdhuhn (<em>Porphyrio madagascariensis<\/em>) identifiziert (3Mo 11,18; 5Mo 14,16). Der Name leitet sich von dem Verb <em>nascham<\/em> ab, was \u00bbschnauben\u00ab bedeutet (vgl. Jes 42,14). Das w\u00fcrde sehr gut zu den langgezogenen, nasalen Trompetenst\u00f6\u00dfen passen, mit denen es nachts ein ziemliches Spektakel veranstaltet. Es kommt in Israel nur noch selten vor, war aber fr\u00fcher weit verbreitet. Irritierend ist, dass das Wort in 3. Mose 11,30 noch einmal vorkommt, dort aber offensichtlich ein anderes Tier bezeichnet. Die LXX \u00fcbersetzt an dieser Stelle mit <em>chamaileon<\/em>. Nun geben Cham\u00e4leons, wenn sie ge\u00e4rgert werden, ein leises, zischendes Fauchen von sich, aber ob man sie deswegen als \u00bbSchnauber\u00ab bezeichnet hat, l\u00e4sst sich leider nicht mehr sicher rekonstruieren. Au\u00dferdem kommen Teichralle (<em>Gallinula chloropus<\/em>) und Bl\u00e4sshuhn (<em>Fulica atra<\/em>) h\u00e4ufig vor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1291\" height=\"942\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4135\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote.jpg 1291w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote-300x219.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote-768x560.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sumpf-trote-600x438.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1291px) 100vw, 1291px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">sumpf:tr\u00f6te \u2013 Das Purpurhuhn (<em>Porphyrio porphyrio<\/em>) ist f\u00fcr sein herrlich violett schillerndes Gefieder und n\u00e4chtliche Trompetenkonzerte bekannt. Eigentlich sollte man bei Teichbewohnern Schwimmh\u00e4ute erwarten, aber diese hier sind fast nur zu Fu\u00df unterwegs und angeln mit ihren geschickten Rallenkrallen alles verwertbare aus dem Morast.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Reiher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der <em>anafa<\/em> wird in der LXX mit <em>herodios<\/em> wiedergegeben (3Mo 11,19; 5Mo 14,18). Das griechische Wort bezeichnet heute den Graureiher (<em>Ardea cinerea<\/em>), auch Fischreiher genannt oder den Silberreiher (<em>Ardea alba<\/em>). Beide kommen allerdings nicht als Brutv\u00f6gel in Israel vor, w\u00e4hrend der Kuhreiher (<em>Bubulcus ibis<\/em>) und der Seidenreiher (<em>Egretta garzetta<\/em>) hier wirklich zuhause sind. Alle drei Arten teilen die reihertypischen Merkmale: einen schlanken K\u00f6rper, einen langen Hals, lange Stelzbeine und einen langen, spitzen Schnabel. Alle schreiten in flachen Gew\u00e4ssern umher und spie\u00dfen dort Fische, Amphibien und Reptilien auf, um sie am St\u00fcck zu verschlingen. Da im Speisegesetz ausdr\u00fccklich \u00bballe Arten\u00ab erw\u00e4hnt werden, sind wahrscheinlich auch alle drei angesprochen, eventuell sogar auch der Nachtreiher (<em>Nycticorax nycticorax<\/em>), der wie eine geschrumpfte Variante seiner eleganteren Familienangeh\u00f6rigen erscheint.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1346\" height=\"655\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4136\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh.jpg 1346w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh-300x146.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh-1024x498.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh-768x374.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-weide-vieh-600x292.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1346px) 100vw, 1346px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">weide:vieh \u2013 Kaum ein Vogel ist flexibler als der Kuhreiher (<em>Bubulcus ibis<\/em>), der auf allen Kontinenten anzutreffen ist, solange es ihm nicht zu kalt wird. Er braucht offene Landschaften, aber ob das S\u00fcmpfe, Weiden oder Savannen sind, ist ihm egal. Man kann ihn auf den R\u00fccken von K\u00fchen, Pferden, Kamelen, Giraffen, Elefanten, Nash\u00f6rnern und praktisch allen Grasfressern reiten sehen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wiedehopfe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit <em>dukifat<\/em> wird eindeutig der Wiedehopf (<em>Upupa epops<\/em>) bezeichnet. Das griechische <em>epops<\/em> der LXX (3Mo 11,19; 5Mo 14,18) ist auch Bestandteil seines lateinischen Artnamens. Bei seinem Namen handelt es sich h\u00e4ufig um die lautmalerische Nachahmung seines Rufes, in dem man ein \u00bbup\u00ab oder \u00bbpu\u00ab heraush\u00f6ren kann. Man entdeckt ihn deutlich im englischen \u00bbhoopoe\u00ab, franz\u00f6sischen \u00bbHuppe\u00ab, niederl\u00e4ndischen \u00bbHop\u00ab, portugiesischen \u00bbPoupa\u00ab und mit etwas Fantasie auch im arabischen \u00bbhudhud\u00ab. Es ist erstaunlich, dass dieser Vogel sich allgemeiner Bekanntheit erfreut, obwohl nur wenige Menschen ihn jemals in freier Natur zu sehen bekommen. Sein eleganter Kopf mit der auffallenden Federhaube und dem langen, gebogenen Schnabel ist unverwechselbar. Er geh\u00f6rt schon immer zum festen Vogelbestand der Levante und wurde sogar zum 40. Jahrestag der Staatsgr\u00fcndung Israels zum Nationalvogel gew\u00e4hlt!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-stink-normal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"894\" height=\"858\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-stink-normal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4137\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-stink-normal.jpg 894w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-stink-normal-300x288.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-stink-normal-768x737.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-stink-normal-600x576.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 894px) 100vw, 894px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">stink:normal \u2013 Wie ein stolzer Indianerh\u00e4uptling kommt der Wiedehopf (<em>Upupa epops<\/em>) daher. Mit aufgestellter Federkrone bietet er ein pr\u00e4chtiges Bild \u2013 wenn er nur nicht so m\u00fcffeln w\u00fcrde!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dabei ist sein Ruf etwas zwiesp\u00e4ltig. Er sieht zwar wundersch\u00f6n aus, verbreitet aber einen atemberaubenden Gestank. Die deutschen Namen Dreckvogel (Pfalz), Chothan (= Kot-Hahn, Schweiz), Stinkhahn (Elsass), Misthahn (Brandenburg) und Dr\u00f6ckst\u00f6char (Tirol) lassen erkennen, dass man ihn nirgendwo riechen mochte. Lange dachte man, der Gestank r\u00fchre daher, dass er sein Nest nicht ordentlich ausmiste, aber genauere Untersuchungen haben gezeigt, dass seine B\u00fcrzeldr\u00fcse ein ekelerregendes Sekret absondert. Es wirkt zum einen antibiotisch und sch\u00fctzt den Vogel vor Infektionen, zum andern hat es eine abschreckende Wirkung auf Angreifer. Alles in seiner Umgebung nimmt diesen Geruch an, und er verteidigt sich, indem er einem St\u00f6renfried Nistmaterial aus seinem Nest entgegenschleudert. Die meisten Tier- und Vogelparks verzichten deswegen darauf, ihn zu pr\u00e4sentieren. In Deutschland ist er immerhin in Berlin, Frankfurt, K\u00f6ln und Augsburg im Zoo zu bewundern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flederm\u00e4use<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es sorgt immer wieder f\u00fcr Spott, dass die <em>atallef<\/em> (\u00bbFledermaus\u00ab) in der Bibel angeblich als \u00bbVogel\u00ab gelistet wird. Man beachte, dass sie in der Aufz\u00e4hlung der <em>of<\/em> (Flieger) ganz am Ende aufgef\u00fchrt wird: \u00bb\u2026 und die Fledermaus\u00ab (3Mo 11,19; 5Mo 14,18). Im Kontext des Speisegesetzes macht diese Anordnung durchaus Sinn. Etwas einf\u00e4ltig ist dagegen, wer die heutige Taxonomie in der Bibel erwartet und daher schlie\u00dft, dass den Menschen der Antike die Unterschiede nicht aufgefallen w\u00e4ren. Man kann getrost davon ausgehen, dass bekannt war, dass Flederm\u00e4use weder Federn noch einen Schnabel haben, keine Nester bauen und keine Eier legen. Da sie allerdings mit der Luft als Aktionsraum das zentrale Merkmal der Flieger teilen, sind sie diesen in einer nat\u00fcrlichen Systematik nicht weniger fern als die Strau\u00dfe, die alle anderen Merkmale teilen aber am Boden bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in unserer biologisch aufgekl\u00e4rten Zeit wird nicht immer nur taxonomisch argumentiert. Der beste Beleg daf\u00fcr ist, dass die Neuseeland-Lappenfledermaus (<em>Chalinolobus tuberculatus<\/em>) von den Kiwis zum \u201eVogel des Jahres 2021\u201c gek\u00fcrt wurde, wobei es sich nicht um ein Versehen oder Missverst\u00e4ndnis handelte. Man vermutet, dass der Name sich von dem Verb <em>ataf<\/em> (\u00bbeinh\u00fcllen, ummanteln\u00ab) ableitet und daher r\u00fchrt, dass die Tiere in ihre Flugh\u00e4ute eingewickelt von der Decke h\u00e4ngen. Heute kommen in Israel 31 Fledermausarten vor, von denen 30 reine Insektenfresser sind. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung und stehen unter Naturschutz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1770\" height=\"884\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4138\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich.jpg 1770w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich-300x150.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich-1024x511.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich-768x384.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich-1536x767.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-vogel-ahnlich-600x300.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1770px) 100vw, 1770px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">vogel:\u00e4hnlich \u2013 Die Fledermaus ist genauso wenig ein Vogel, wie der Wal ein Fisch ist. Bei einer vereinfachten Gruppenbildung landen beide h\u00e4ufig nicht in dem Topf, in dem der Biologe sie erwartet. Das Gro\u00dfe Mausohr (<em>Myotis myotis<\/em>) geh\u00f6rt zu den Arten, die in Israel heimisch sind.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-small-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"line-height:1\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><strong>Quellennachweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Avivi, E: <em>The Bats of Israel Yesterday and Today: 1989-90<\/em>. BATS Magazine 2012<\/p>\n\n\n\n<p>Barkhausen, B: <em>Spott im Internet: Neuseeland w\u00e4hlt Fledermaus zum \u201eVogel des Jahres\u201c<\/em>. Redaktions Netzwerk Deutschland (RND) 02.11.2021; <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/panorama\/spott-im%20internet-neuseeland-waehlt-fledermaus-zum-vogel-des-jah%20res-GW2J55A3DVBAFNQW6PF5O7EASI.html\">https:\/\/www.rnd.de\/panorama\/spott-im internet-neuseeland-waehlt-fledermaus-zum-vogel-des-jah res-GW2J55A3DVBAFNQW6PF5O7EASI.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00e4hnders, T: <em>Neuseeland w\u00e4hlt Fledermaus zum \u201eVogel des Jahres\u201c<\/em>. Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.11.2021; https:\/\/ <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/tiere\/vogel-des-jahres%20neuseeland-waehlt-fledermaus-17612874.html\">www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/tiere\/vogel-des-jahres neuseeland-waehlt-fledermaus-17612874.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>haGalil: <em>\u201eDuchifat\u201c: Wiedehopf ist Nationalvogel<\/em>. Offizielle Bekanntmachung der Botschaft des Staates Israel, 30.05.2008<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgensen, H: <em>Wie Israel auf den Wiedehopf kam<\/em>. Osthol steiner Anzeiger 27.01.2011; <a href=\"https:\/\/www.shz.de\/1109321\">https:\/\/www.shz.de\/1109321<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mart\u00edn-Vivaldi,M; Pe\u00f1a, A; Manuel, J: <em>Antimicrobial chemicals in hoopoe preen secretions are produced by symbiotic bacteria<\/em>. Proceedings of Biological Sciences 2010; 277(1678):123-30; doi: 10.1098\/rspb.2009.1377<\/p>\n\n\n\n<p>Redaktion: <em>Waldrabe<\/em>. Pierer\u2019s Universal-Lexikon, Bd. 18, S. 804) Altenburg (Pierer) 1864; <a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Pierer-1857\/A\/Waldrabe\">http:\/\/www.zeno.org\/Pierer-1857\/A\/Waldrabe<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-small-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"line-height:1\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><strong>Bildnachweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wikipedia: Mittelmeerm\u00f6we im Flug \/ Michael Elleray \/\/ Bootsausflug mit M\u00f6we \/ Annatsach \/\/ Waldrapp ganz \/ Robert F. Tobler \/\/ Purpurhuhn im Teich \/ Hobbyfotowiki \/\/ Wiedehopf ganz \/ Artemy Voikhansky \/\/ Fledermaus, Gro\u00dfes Mausohr \/ C. Robiller<\/p>\n\n\n\n<p>andere Lizenzen: Kormoran auf Tauchjagd \/ Joanna Lentini \/\/ Kuhreiher auf Kuh \/ shutterstock_2076569890.jpg \/ Chase D\u2019animulls<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Link zum Buch: <a href=\"https:\/\/www.daniel-verlag.de\/produkt\/federfuehrer\">https:\/\/www.daniel-verlag.de\/produkt\/federfuehrer<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4598\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-scaled.jpg 2560w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-300x150.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-768x384.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-2048x1024.jpg 2048w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/Folie6-600x300.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Aufz\u00e4hlung der V\u00f6gel, die nicht gegessen werden durften (3Mo 11,13-19; 5Mo 14,11-18), wird viermal die Wendung \u00bbnach ihrer Art\u00ab verwendet.<br \/> Sie kann entweder[\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4131,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"remove_blocks_before_content":false,"remove_blocks_after_content":false,"disable_reading_progress_bar":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[68],"tags":[],"class_list":["post-4130","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-birds-of-the-sky"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4130"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4599,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4130\/revisions\/4599"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}