{"id":5840,"date":"2026-05-05T13:27:55","date_gmt":"2026-05-05T12:27:55","guid":{"rendered":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/?p=5840"},"modified":"2026-05-25T14:35:36","modified_gmt":"2026-05-25T13:35:36","slug":"microorganism","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/microorganism","title":{"rendered":"Mikroorganismen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Mikrokosmos als Welt der allerkleinsten Lebewesen ist zwar allgegenw\u00e4rtig, bleibt aber vor unseren blo\u00dfen Augen verborgen. Wir k\u00f6nnen zwar gro\u00dfe Ansammlungen ausmachen, die meistens aus vielen Millionen von ihnen bestehen, wie beispielsweise einen Schimmel\u00fcberzug oder einen Bakterienrasen; wir riechen, schmecken und nutzen ihre Stoffwechselprodukte, aber die einzelnen Organismen k\u00f6nnen wir nicht erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Aufbau und Funktion der einzelligen Winzlinge erst in j\u00fcngster Zeit erforscht werden k\u00f6nnen, erkl\u00e4rt, warum diese Details nicht in biblischen Beschreibungen und Benennungen auftauchen. Da sie allerdings von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung f\u00fcr das Funktionieren der Sch\u00f6pfung sind, wird ihnen in dieser Kategorie ein weiterer Beitrag gewidmet. In diesem Beitrag soll es lediglich um ihre Wirkungsweise zum Nutzen oder Schaden des Menschen gehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1613\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5842\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-scaled.jpg 2560w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-300x189.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-1024x645.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-768x484.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-1536x968.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-2048x1291.jpg 2048w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-abgrenz-ende-DE-600x378.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">abgrenz:ende \u2013 Als \u00abMikroorganismen\u00ab werden Lebewesen bezeichnet, die mit dem blo\u00dfen Auge nicht mehr sichtbar sind. Sie lassen sich verschiedenen Reichen des Lebens zuordnen und ihr einziges verbindendes Merkmal ist die geringe Gr\u00f6\u00dfe. Im Reich der ganz kleinen Dinge verschwimmen allerdings die Grenzen oft. Was es mit dem \u00bbSalatblatt\u00ab im Zentrum auf sich hat, wird im Beitrag \u00fcber die Schnecken erl\u00e4utert.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>g\u00e4r:ngenossen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Nutzung verschiedener Mikroorganismen zur Herstellung von Nahrungsmitteln begann schon sehr fr\u00fch. In der Bibel wird die alkoholische G\u00e4rung zum ersten Mal erw\u00e4hnt, als Noah sich mit selbstgekeltertem Wein betrinkt (1Mo 9,21). Von keiner anderen Art wurden mehr Organismen aktiv von dem Menschen genutzt als von den winzigen, runden Zellen der Back- \/ Bier- \/ B\u00e4ckerhefe (<em>Saccharomyces cerevisiae<\/em>). Die vielf\u00e4ltigen Produkte, die mit Hilfe von Hefen hergestellt wurden, werden in dem Band \u00fcber die Pflanzen der Bibel ausf\u00fchrlicher vorgestellt. An dieser Stelle gen\u00fcgt ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber die biblische Terminologie und die zuzuordnenden biologischen Arten und Definitionen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-brot-trunk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"713\" height=\"747\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-brot-trunk.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5843\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-brot-trunk.jpg 713w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-brot-trunk-286x300.jpg 286w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-brot-trunk-600x629.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">brot:trunk \u2013 Dieses Modell einer B\u00e4ckerei und Brauerei wurde etwa 2000 v. Chr. als Grabbeigabe angefertigt. In \u00c4gypten war Bier, das aus Gerste, Weizen oder Emmer gebraut wurde, ein Hauptnahrungsmittel, und die Kombination aus festem und \u00bbfl\u00fcssigem Brot\u00ab erfreut sich auch heute noch gro\u00dfer Beliebtheit.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich ist die Hefe der einzige Vertreter aus der Welt der allerkleinsten Wesen, der in der Bibel direkt erw\u00e4hnt wird: das hebr\u00e4ische <em>schemer <\/em>(Ps 75,9; Jes 25,6; Jer 48,11; Zeph 1,12) steht in engem Zusammenhang mit Weinf\u00e4ssern und dem G\u00e4rprozess. Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich jeder Pflanzenbestandteil, der ausreichend Kohlenhydrate enth\u00e4lt, zu irgendetwas verg\u00e4ren. So bezeichnen das hebr\u00e4ische <em>jajin<\/em> (133x) und das griechische <em>oinos<\/em> (26x) in der Bibel den vergorenen Saft der Weinreben (<em>Vitis<\/em>), also den Wein.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl verschiedene Methoden zur Destillation schon seit der Jungsteinzeit bekannt waren und man sie auch in den L\u00e4ndern der Bibel zur Herstellung \u00e4therischer \u00d6le nutzte, begann die Herstellung von Spirituosen (mit Alkoholgehalten von mehr als 15%) erst sehr viel sp\u00e4ter, um das 11. Jahrhundert herum. Daher, und weil es nicht nur vom Wein, sondern auch von den \u00bbGew\u00e4chsen des Weinstocks\u00ab deutlich unterschieden wird, geht man davon aus, dass es sich bei dem hebr\u00e4ischen <em>schekar<\/em> (20x) um Bier handelt. In den meisten deutschen Bibeln wird es inzwischen auch so \u00fcbersetzt. Die \u00dcElb verwendet hier \u00bbstarkes Getr\u00e4nk\u00ab, was im heutigen Sprachgebrauch missverst\u00e4ndlich ist (weil man dabei eben doch eher an Spirituosen denkt). Im Neuen Testament wird das Wort in einem Zitat mit der griechischen Form <em>sikera<\/em> (Lk 1,15) wiedergegeben. Die sprachliche Verwandtschaft mit dem hebr\u00e4ischen <em>schakar<\/em> (=sich betrinken, 19x), <em>schikkaron<\/em> (=Trunkenheit, 3x) und schikkor (=Betrunkener, 13x) ist jedenfalls eindeutig. Die griechischen Entsprechungen sind <em>methyo<\/em> (=betrunken sein, 7x), und <em>methysko<\/em> (=sich betrinken, 3x), <em>methe<\/em> (=Trunkenheit, 3x) und <em>oinophlygia <\/em>(=Trinkgelage, 1Pet 4,3).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-rotated.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"821\" height=\"1681\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-rotated.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5846\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-rotated.jpg 821w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-147x300.jpg 147w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-500x1024.jpg 500w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-768x1572.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-750x1536.jpg 750w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-fruh-kolsch-2-600x1229.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 821px) 100vw, 821px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">fr\u00fch:k\u00f6lsch \u2013 Dass im Alten \u00c4gypten schon sehr fr\u00fch Bier gebraut wurde, ist durch viele Darstellungen belegt, aber dass sie diese Praxis auch nach Kanaan brachten, lange bevor die Israeliten dort einzogen, ist erst seit kurzem bekannt. In Tel-Aviv wurde 2015 ein Komplex ausgegraben, den man in die fr\u00fche Bronzezeit (3.500 &#8211; 3.000 v. Chr.) datiert. Er enth\u00e4lt die typischen Vorrichtungen zum Maischen, Filtrieren und Abf\u00fcllen des Biers und chemische Analysen wiesen die R\u00fcckst\u00e4nde dieser Prozesse nach.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In einem weiteren Schritt k\u00f6nnen Erzeugnisse der alkoholischen G\u00e4rung durch Mikroben aus der Gattung der Essigbakterien (<em>Acetobacter sp.<\/em>) fermentiert werden. W\u00e4hrend die alkoholische G\u00e4rung unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) abl\u00e4uft, vollzieht sich die darauffolgende Fermentation des Alkohols zu Essigs\u00e4ure an der Luft. Da die Bakterien praktisch \u00fcberall vorhanden sind, wird die Umwandlung von selbst in Gang gesetzt, wenn Wein, Bier oder alkoholhaltige Obsts\u00e4fte l\u00e4ngere Zeit offen stehen \u2013 sie \u00bbwerden sauer\u00ab. W\u00e4hrend man bei der Weinherstellung alles tut, um diesen Prozess zu verhindern, wird Essig, vielleicht schon ebenso lange wie Wein, gezielt produziert, weil seine s\u00e4uerliche Note in erfrischenden Getr\u00e4nken, aber ganz besonders auch als Bestandteil unz\u00e4hliger Saucen und W\u00fcrzmischungen hochgesch\u00e4tzt wird. In der Bibel wird er mit dem hebr\u00e4ischen Wort <em>chomes<\/em> (6x) und dem griechischen <em>oxos<\/em> (5x) bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-all-rounder.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"793\" height=\"806\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-all-rounder.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5847\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-all-rounder.jpg 793w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-all-rounder-295x300.jpg 295w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-all-rounder-768x781.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-all-rounder-600x610.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 793px) 100vw, 793px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">all:rounder \u2013 Es geht nicht nur um die Klassiker \u2013 ein trendiges Angebot an Superfood, Lifestyle-Supplements, Health-Booster und Longevity-Produkten verspricht mehr Geschmack, Energie und Gesundheit durch Einbeziehung von Fermentationsprozessen. Bemerkenswert ist allerdings, dass nahezu alle diese modernen Erzeugnisse, die mit kreativen Werbekampagnen an den Kunden gebracht werden, buchst\u00e4blich seit Urzeiten bekannt sind (Grafik nach Baruah et al.).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>kultur:austausch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dfer den Hefen kamen auch Milchs\u00e4urebakterien (<em>Lactobacillaceae<\/em>) zum Einsatz. Im Sauerteig bilden sie oft eine Lebensgemeinschaft. W\u00e4hrend die Bakterien den Teig s\u00e4uerlich machen, indem sie Milchs\u00e4ure und Essigs\u00e4ure produzieren, f\u00fchren die Hefen den gleichen G\u00e4rprozess durch wie im Wein und Bier \u2013 mit dem Unterschied, dass der dabei entstandene Alkohol durch die hohe Temperatur w\u00e4hrend des Backens fast vollst\u00e4ndig wieder verdampft. Durch ihre Wirkung wird die Haltbarkeit und Vertr\u00e4glichkeit der Backprodukte verbessert, neue aromatische Noten kommen hinzu und der Teig wird durch Gasbildung aufgelockert. Das so Gebackene wird als <em>chames<\/em> (=Ges\u00e4uertes) bezeichnet, allerdings nur, wenn es in Verbindung mit den Festtags- und Opfervorschriften erw\u00e4hnt wird. Wenn einfach von Brot (hebr. <em>lechem<\/em>, 232x; gr. <em>artos<\/em>, 93x) die Rede ist, handelt es sich fast immer um ein Produkt, an dessen Herstellung Hefen und Bakterien beteiligt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sauerteig wird auf Hebr\u00e4isch <em>se\u2018or<\/em> (2Mo 12,15.19; 13,7; 3Mo 2,11; 5Mo 16,4) genannt. Genauer gesagt wird die past\u00f6se Masse (das sogenannte \u00bbAnstellgut\u00ab), die dem Mehl zugef\u00fcgt wird, so bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Dauerkultur, die gepflegt und weitergezogen wird. Weil die Mikroorganismen sich sehr schnell vermehren, kann man immer wieder Portionen abzweigen, um neuen Brotteig damit zu versetzen. Der Name leitet sich von <em>scha\u2018ar<\/em> ab, was \u00bb\u00fcbrigbleiben\u00ab bedeutet, eben weil man nicht alles in den Backtrog gibt, sondern immer etwas zur\u00fcckbeh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1392\" height=\"923\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5848\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen.jpg 1392w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen-300x199.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen-768x509.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-hefen-helfen-600x398.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1392px) 100vw, 1392px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">hefen:helfen \u2013 Die Gasbildung, die den Teig auflockert und \u00bbgehen\u00ab l\u00e4sst, l\u00e4sst sich gut von au\u00dfen beobachten. Was sich durch den Stoffwechsel der Mikroorganismen sonst noch alles ver\u00e4ndert, macht sich erst am Geschmack der fertigen Backwaren bemerkbar.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine solche Kultur kann theoretisch endlos weitergezogen werden und es gibt viele B\u00e4ckereien, die mit jahrzehntealten (oder sogar jahrhundertealten!) Dauerkulturen arbeiten. Heute ist das m\u00f6glich, weil sich eine Kultur unter fast sterilen, kontrollierten und strikt gleichbleibenden Bedingungen stabil verh\u00e4lt. Im Altertum war das nicht der Fall. Es kam vor, dass sich das Gleichgewicht der Mikroflora verschob und seine Eigenschaften nachteilig ver\u00e4nderte. Solange dies nur den Geschmack betraf, war das nicht weiter dramatisch. Wenn sich allerdings sch\u00e4dliche Keime darin festsetzten, konnte es gef\u00e4hrlich werden. Es war deshalb ein Gebot der Hygiene, den Sauerteig von Zeit zu Zeit zu verwerfen. Paulus bezieht sich darauf, wenn er schreibt: \u00bbSchafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid!\u00ab (1Kor 5,7 Einh).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1374\" height=\"843\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5849\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe.jpg 1374w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe-300x184.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe-1024x628.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe-768x471.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HU-well-pappe-600x368.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1374px) 100vw, 1374px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">well:pappe \u2013 Ges\u00e4uerte und unges\u00e4uerte Brote enthalten die gleichen Zutaten. Ohne die Mitarbeit der Mikroorganismen haben die Matzen, wie die Juden die unges\u00e4uerten Brotfladen nennen, allerdings kaum Aroma. Sie sind au\u00dferdem d\u00fcnn, trocken und br\u00fcchig und werden deswegen, au\u00dfer zur Zeit des Passafestes, kaum hergestellt und gehandelt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Um die Kultur neu zu starten, wird eine Teigportion offen hingestellt, um neue Bakterien aus der Umgebung einzuladen. Das funktioniert nicht immer. Wenn sich die falschen G\u00e4ste darin niederlassen, verfault der Teig. Aber notfalls kann man sich mit Freunden und Nachbarn austauschen. Das wird heute noch gemacht und ein gut funktionierender \u00bbHermann\u00ab kann sich sogar tausendfach verbreiten und ganze soziale Netzwerke \u00bbdurchs\u00e4uern\u00ab. Vielleicht war der ein oder andere zu bequem f\u00fcr den ganzen Aufwand (\u00bbAlso mir schmeckt das Brot noch \u2026\u00ab), weshalb Gott anordnete, dass mindestens einmal im Jahr vor dem Passahfest in allen Haushalten neu gestartet werden musste. Dass diese Handlung dar\u00fcber hinaus eine tiefe geistliche Bedeutung hat, nimmt von der hygienischen Funktion nichts weg. Wie so oft verbindet der Sch\u00f6pfer Seine Lektion mit praktischem Nutzen f\u00fcr alle, die Seine Gebote befolgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>sauer:stoff:vergiftung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Neuen Testament wird der Sauerteig mit dem griechischen Wort <em>zyme<\/em> (11x) bezeichnet und seine Ausbreitung im Teig als <em>zymoo<\/em> (=durchs\u00e4uern, 4x). Auf Latein hei\u00dft Sauerteig <em>fermentum<\/em>. Man h\u00f6rt gut heraus, dass die Fachbegriffe <em>Enzym<\/em> und <em>Ferment<\/em>, die beide einen biochemischen Katalysator bezeichnen, sich davon ableiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Herr Jesus nimmt in folgendem Gleichnis Bezug auf die beschriebene Praxis: \u00bbDas Reich der Himmel ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Ma\u00df Mehl mengte, bis es ganz durchs\u00e4uert war\u00ab (Mt 13,33; vgl. Lk 13,21). Er f\u00fcgt keine ausdr\u00fcckliche Deutung an und es gibt im Wesentlichen zwei konkurrierende Auslegungstraditionen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich des Verst\u00e4ndnisses des inneren Zusammenhangs der \u00bbHimmelreichs-Gleichnisse\u00ab und der Heilsgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer in der Durchs\u00e4uerung des ganzen Teigs die Ausbreitung des Evangeliums in der ganzen Welt versteht, sieht sich darin best\u00e4rkt, da dies tats\u00e4chlich angek\u00fcndigt wird und zu beobachten ist: \u00bbUnd dieses Evangelium des Reiches wird auf dem ganzen Erdkreis gepredigt werden, allen Nationen zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen\u00ab (Mt 24,14); \u00bb\u2026 bis an das Ende der Erde\u00ab (Apg 1,8; 13,47); \u00bb\u2026 in dem Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt Frucht bringend und wachsend ist \u2026\u00ab (Kol 1,5.6); am Ende stehen vor dem Thron Gottes die erretteten Menschen als \u00bbeine gro\u00dfe Volksmenge, die niemand z\u00e4hlen konnte, aus jeder Nation und aus St\u00e4mmen und V\u00f6lkern und Sprachen\u00ab (Offb 7,9).<\/p>\n\n\n\n<p>Dem entgegen steht allerdings, dass das Evangelium gerade <em>nicht<\/em> von der ganzen Welt <em>angenommen wird<\/em> \u2013 nicht einmal von der gesamten Christenheit! Diese Unterscheidung w\u00fcrde man in diesem Kontext unbedingt erwarten. Schlie\u00dflich gibt es im gleichen Kapitel gute und schlechte Fische, Weizen und Unkraut, Acker und Schatz \u2013 und nur auf einem von vier B\u00f6den Frucht. Das st\u00e4rkste Gegenargument ist aber, dass der Sauerteig in der Bibel durchweg eine negative Bedeutung hat. Deshalb musste er vor dem Passahfest aus allen H\u00e4usern entfernt werden (2Mo 12,15.19) und durfte nicht in den Speisopfern enthalten sein (3Mo 2,11). Im Neuen Testament verwendet der Herr Jesus Sauer teig als Bild f\u00fcr: die Heuchelei der Pharis\u00e4er (Lk 12,1), den Unglauben und Rationalismus der Sadduz\u00e4er (Mt 16,6) und die Weltf\u00f6rmigkeit der Herodianer (Mk 8,15). Paulus benutzt dieses Bild f\u00fcr die Unmoral und Hurerei unter den Korinthern (1Kor 5,1.6.7) und die Gesetzlichkeit der Judaisten (Gal 5,9). Da w\u00e4re es mehr als ungew\u00f6hnlich, wenn Sauerteig in dem Gleichnis vom Reich der Himmel pl\u00f6tzlich die rettende Botschaft des Evangeliums darstellen sollte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1057\" height=\"707\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5850\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig.jpg 1057w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig-300x201.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig-768x514.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-Sauerteig-600x401.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1057px) 100vw, 1057px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>In den anderen Gleichnissen vom Reich der Himmel handelt ein Mann. Der Herr Jesus erkl\u00e4rt: \u00bbDer den guten Samen s\u00e4t, ist der Sohn des Menschen\u00ab (Mt 13,37) \u2013 Er selbst ist also dieser Mann. Er ist auch in den n\u00e4chsten Gleichnissen der Mensch, der den guten Samen s\u00e4t (Mt 13,24), das Senfkorn s\u00e4t (Mt 13,31), den Schatz findet (Mt 13,44) und die Perle sucht und kauft (Mt 13,45). Hier ist die Rede vom \u00bbSauerteig, den eine Frau [!] nahm und heimlich [!] in drei Scheffel Mehl hineinmischte\u00ab (Mt 13,33 SB). Leider geben nur wenige Bibel\u00fcbersetzungen wieder, dass hier ein sehr ungew\u00f6hnliches Wort (gr. <em>enkrypto<\/em> = verstecken) f\u00fcr das Untermischen des Sauerteigs verwendet wird. Ob die Frau einer konkreten Str\u00f6mung oder Organisation und der Sauerteig einer bestimmten Lehre oder Geisteshaltung zugeordnet werden kann, l\u00e4sst sich vielleicht erst ganz am Ende der \u00bbKirchengeschichte\u00ab sicher sagen. Jedenfalls kann man in der Heilsgeschichte eine prophetische Linie erkennen, die am Ende einen fortschreitenden Niedergang der Christenheit, bis hin zum v\u00f6lligen Abfall und Gericht aufzeigt. So sehr es dem Willen Gottes entspricht, dass \u00bballe Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen\u00ab (1Tim 2,4), so offensichtlich ist, dass dies nicht geschehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>milky:ways<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Milchs\u00e4urebakterien waren nicht nur bei der Verarbeitung von Getreideprodukten n\u00fctzlich, sondern, wie ihr Name bereits andeutet, auch f\u00fcr die Veredelung einer Vielzahl von Milchprodukten. Leider ist es kaum m\u00f6glich, die biblischen Bezeichnungen den heute \u00fcblichen Molkereiprodukten exakt zuzuordnen. Ob die Namen <em>cheme\u2018a<\/em> (9x), <em>gebina<\/em> (Hi 10,10) und <em>schefot bakar<\/em> (2Sam 17,29) Rahm, Sahne, Butter, Dickmilch, Joghurt oder K\u00e4se bezeichnet haben, bleibt offen. Sicher ist, dass die meisten Techniken sich bis in fr\u00fcheste Zeit zur\u00fcckverfolgen lassen. Wahrscheinlich fand schon Abel, der erste genannte Hirte (1Mo 4,2), heraus, was sich mit der Milch seiner Tiere alles anstellen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Physikalisch betrachtet ist Milch eine Emulsion aus kleinen Fettk\u00fcgelchen und einer w\u00e4ssrigen L\u00f6sung. L\u00e4sst man sie ruhig stehen, entmischen sich die beiden Phasen. Der leichtere Fettanteil wandert an die Oberfl\u00e4che, wo er als Rahm abgesch\u00f6pft werden kann. Wird dieser Rahm durch kr\u00e4ftiges Schlagen \u00bbgebuttert\u00ab, brechen die Fettk\u00fcgelchen auf und das Fett kann sich verbinden und zu einer geschmeidigen Streichfett-Masse zusammengeknetet werden \u2013 der Butter. Bevor es allerdings geeignete Maschinen (Zentrifugen, Mixer, K\u00fchlaggregate) f\u00fcr diesen Vorgang gab, lie\u00df man den s\u00fc\u00dfen Rahm durch Milchs\u00e4urebakterien zu Sauerrahm fermentieren, der leichter zu verarbeiten ist. Unsere heutige Butter wird ungek\u00fchlt und ungesalzen bei Raumtemperatur (21 \u00b0C) nach sp\u00e4testens drei Tagen ranzig \u2013 im warmen Klima des mittleren Ostens noch schneller. Die Sauerrahmbutter ist deutlich l\u00e4nger haltbar. Einen direkten Hinweis auf das Buttern finden wir in diesem Vers: \u00bbDenn schl\u00e4gt man die Milch, so gibt es Butter\u00ab (Spr 30,33).<\/p>\n\n\n\n<p>Da Rohmilch bei offener und ungek\u00fchlter Lagerung schnell verdirbt, ist wahrscheinlich in den meisten biblischen Erw\u00e4hnungen von <em>chalab<\/em> (38x) (=\u00abMilch\u00ab) von verarbeiteten Produkten wie Sauermilch, Dickmilch, Sauerrahm, Joghurt oder Quark die Rede. Nur die Erw\u00e4hnung von \u00bbzehn Schnitten Milchk\u00e4se\u00ab \u2013 <em>schefot bakar<\/em> (2Sam 17,29) l\u00e4sst erkennen, dass das Produkt, von dem hier die Rede ist, so fest war, dass es geschnitten werden konnte \u2013 weshalb wir es wohl heute als \u00bbK\u00e4se\u00ab bezeichnen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-molken-himmel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1017\" height=\"676\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-molken-himmel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5851\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-molken-himmel.jpg 1017w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-molken-himmel-300x199.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-molken-himmel-768x510.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-molken-himmel-600x399.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1017px) 100vw, 1017px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">molken:himmel \u2013 Das Bild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus einer un\u00fcbersehbaren Vielfalt von Milchprodukten. Was davon bereits in biblischer Zeit hergestellt wurde, l\u00e4sst sich nur schwer rekonstruieren. Fest steht aber, dass der Mensch seit jeher neugierig und experimentierfreudig ist \u2013 besonders wenn es darum geht, neue Geschmacksnoten zu kreieren, und ausgefallene Kombinationen bekannter Zutaten und Prozesse auszuprobieren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>taumel:lolch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den sch\u00e4dlichen Mikroorganismen z\u00e4hlt ein unscheinbarer Pilz, der erst in den letzten Jahrzehnten entdeckt und beschrieben wurde. Bei <em>Epichlo\u00eb coenophiala<\/em> handelt es sich um einen \u00bbsystemischen Endosymbionten\u00ab. Das bedeutet, dass dieser mikroskopisch kleine Pilz nur innerhalb der Zellen seiner Wirtspflanze lebt und durch ihre Samen weitergegeben wird. Als selbstst\u00e4ndiges Lebewesen \u00bbin freier Wildbahn\u00ab kommt er also gar nicht vor. Er produziert verschiedene Alkaloide, die sich in seiner Wirtspflanze <em>Lolium temulentum<\/em> anreichern. Der Gattungsname <em>Lolium<\/em> bezeichnet Lolch, ein einj\u00e4hriges S\u00fc\u00dfgras, der Zusatz <em>temelentum<\/em> leitet sich vom lateinischen <em>temulare<\/em> \u2013 betrunken sein \u2013 ab. Die deutschen Bezeichnungen Taumel-Lolch, Rauschgras, Tobkraut, Tollgerste oder Tollkorn lassen nichts Gutes erahnen: Menschen und Tiere, die davon essen, taumeln anschlie\u00dfend wie betrunken umher. Was man anfangs noch f\u00fcr lustig halten k\u00f6nnte, handelt sich allerdings um eine Vergiftungserscheinung. Je nach aufgenommener Menge kommen Erbrechen und Kr\u00e4mpfe mit Tobsuchtsanf\u00e4llen dazu. Obwohl es keine exakte Bestimmung der Giftigkeit (akute Toxizit\u00e4t, LD50) des verantwortlichen Wirkstoffs Temulin \/ Norlolin gibt, vermutet man, dass bereits wenige Milligramm pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht zum Tod durch Ateml\u00e4hmung f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die furchtbare Wirkung dieses giftigen Unkrauts war schon im Alten \u00c4gypten bekannt und man achtete darauf, es vor der Ernte aus den Getreidefeldern zu entfernen. Seine hebr\u00e4ische Bezeichnung findet sich schon im \u00e4ltesten Buch der Bibel: \u00bbso m\u00f6gen Dornen statt Weizen und Unkraut statt Gerste hervorkommen!\u00ab (Hi 31,40). Wie die meisten nat\u00fcrlichen Gifte verstr\u00f6men auch die Pilzprodukte im Lolch einen intensiv-s\u00e4uerlichen Geruch und warnen damit vor dem Verzehr desselben. Das ist wahrscheinlich der biologische Nutzen dieser Symbiose f\u00fcr die Pflanze \u2013 der Pilz sch\u00fctzt sie so davor, gefressen zu werden. Jedenfalls leitet sich <em>bo\u2019scha<\/em>, der hebr\u00e4ische Name f\u00fcr \u00bbUnkraut\u00ab, von <em>bo\u2018esch<\/em> ab, was \u00bbGestank\u00ab bedeutet und den Lolch als \u00bbStinkgras\u00ab kennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1164\" height=\"691\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5852\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras.jpg 1164w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras-300x178.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras-1024x608.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras-768x456.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gleich-gras-600x356.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1164px) 100vw, 1164px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">gleich:gras \u2013 Der Vergleich zwischen Lolch und den Kulturgr\u00e4sern zeigt, dass sich gerade die Jungpflanzen (vor der Ausbildung der typischen Frucht) zum Teil kaum unterscheiden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Neuen Testament bekommt das Gleichnis vom Unkraut im Acker (Mt 13,24-30) eine tiefergehende Bedeutung, wenn man sich bewusst macht, dass es sich bei diesem Unkraut, mit der griechischen Bezeichnung <em>zizanion<\/em>, ebenfalls um den Taumel-Lolch handelte. Das Herauslesen der giftigen Gew\u00e4chse war also nicht blo\u00df eine Frage der Optik oder effektiverer Nutzung der Anbaufl\u00e4che, sondern d\u00e4mmte eine echte Gefahr ein. Eine weitere Eigenschaft des Taumel-Lolches, die sich in den deutschen Bezeichnungen Trugweizen, Schwindelweizen oder \u00bbfalscher Weizen\u00ab widerspiegelt, macht die Sache noch komplizierter: Er l\u00e4sst sich vom echten Weizen nur schwer unterscheiden. Erst, wenn der Weizen die \u00c4hren ausbildet, die viel gr\u00f6\u00dfer werden als die kurzen Rispen des Lolchs, ist der Unterschied offensichtlich. Das Gleichnis zeigt mehrere Aspekte auf, die kennzeichnend f\u00fcr das \u00bbK\u00f6nigreich der Himmel\u00ab sind \u2013 also dem Teil der Menschheit, die sich Christen nennen und damit ausdr\u00fccken, dass sie die Herrschaft von Jesus Christus anerkennen. Wie auch andere Gleichnisse zeigen, findet sich hier beides: wahre Gl\u00e4ubige (Weizen) und \u00bbNamenschristen\u00ab (Lolch). Wie beim Gleichnis vom gro\u00dfen Fischernetz wenige Verse sp\u00e4ter (Mt 13,47.48) wird erst am Ende Auslese gehalten. Deutlicher als in allen anderen Gleichnissen wird hier die Rolle des Widersachers beschrieben. Das Unkraut ist dort n\u00e4mlich nicht zuf\u00e4llig gewachsen, sondern: \u00bbder Feind, der es ges\u00e4t hat, ist der Teufel\u00ab (Mt 13,39). Genial an dem nat\u00fcrlichen Bild ist, dass der Weizen an seinen vollen \u00c4hren erkannt und vom Teufelskraut unterschieden werden kann, denn das \u00bban ihren Fr\u00fcchten werdet ihr sie erkennen\u00ab (Mt 7,16.20; vgl. Lk 6,43.44) ist ein biblisches Prinzip.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"704\" height=\"889\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-saat-anisch-rotated.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5853\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-saat-anisch-rotated.jpg 704w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-saat-anisch-238x300.jpg 238w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-saat-anisch-600x758.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">saat:anisch \u2013 Zum \u00bbGleichnis vom Unkraut im Acker\u00ab gibt es eine Reihe eindrucksvoller historischer Gem\u00e4lde und Illustrationen. Diese Grafik eines unbekannten K\u00fcnstlers aus der englischen Schule des 17. Jahrhunderts legt den Fokus auf den Feind, der nachts den sch\u00e4dlichen Samen verstreut. Dieser Vorgang bildet eine Parallele zu dem Verstecken des Sauerteigs (Mt 13,33). Der zweite Teil des Gleichnisses bildet dann eine Parallele zum Gleichnis vom Fischernetz, wo am Ende Echte und Unechte unterschieden und getrennt werden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>aussatz:thema<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber \u00bbAussatz in der Bibel\u00ab sind unz\u00e4hlige Abhandlungen verfasst worden. Da dieser Themenkomplex auch die Wirkungsweise von Mikroorganismen beinhaltet, darf er an dieser Stelle nicht fehlen. Andererseits haben wir es mit einem allgemeinen Prinzip zu tun, dem sich konkrete biologische Organismen als Ausl\u00f6ser der Symptome und Sch\u00e4digungen des hebr\u00e4ischen <em>zara\u2018at<\/em> kaum zuordnen lassen. Das griechische Wort <em>lepra<\/em> klingt zwar vertraut, aber ganz so einfach ist es leider nicht \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Erscheinungsformen von Aussatz\u00fcbeln teilen diese beiden Merkmale: Sie treten auf Oberfl\u00e4chen auf und sind damit \u00e4u\u00dferlich sichtbar, und sie breiten sich aus und greifen um sich. Bleibt nur noch ein drittes Merkmal zu kl\u00e4ren: Ist das \u00dcbel infekti\u00f6s? \u2013 das hei\u00dft: Verunreinigt es auch andere Menschen oder Gegenst\u00e4nde? Wenn auch dieses Kennzeichen zutrifft, handelt es sich tats\u00e4chlich um \u00bbAussatz\u00ab, der nicht wieder von selbst verschwindet. Die ausf\u00fchrliche Beschreibung der verschiedenen Auspr\u00e4gungen diente im Wesentlichen dazu, den tats\u00e4chlichen Aussatz von Dingen wie zum Beispiel der Schuppenflechte (Psoriasis) und Haarausfall in Bezug auf den Menschen oder Rost, Kupferpatina, Kalk- und Salpeterausbl\u00fchungen und \u00e4hnliches im Fall von Materialien zu unterscheiden. Die \u00bbSymptome\u00ab sind n\u00e4mlich auf den ersten Blick zum Verwechseln \u00e4hnlich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-aus-satz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1005\" height=\"855\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-aus-satz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5854\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-aus-satz.jpg 1005w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-aus-satz-300x255.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-aus-satz-768x653.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-aus-satz-600x510.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1005px) 100vw, 1005px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">aus:satz \u2013 Da es keine Therapie f\u00fcr den Aussatz gab, erregte es gr\u00f6\u00dftes Aufsehen, als der Herr Jesus einen Auss\u00e4tzigen heilt (Mt 8,1-4; Mk 1,40-45; Lk 5,12-16). Er dokumentierte damit, dass Er in die Welt gekommen ist um das zu bewirken, was das Gesetz nicht bewirken konnte \u2013 Vergebung der S\u00fcnden und Vers\u00f6hnung mit Gott: \u00bbDenn was dem Gesetz unm\u00f6glich war \u2026 das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte \u2026\u00ab (R\u00f6m 8,3). In dem Bild hat der niederl\u00e4ndische Maler Rembrandt (1606-1669) das Heilungswunder dargestellt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aussatz ist in der Bibel ein Prinzip, das die gesamte gefallene Sch\u00f6pfung durchzieht. Obwohl er nur an der Oberfl\u00e4che sichtbar wird, weist er auf ein tieferliegendes Problem hin, f\u00fcr das es nat\u00fcrlicherweise keine L\u00f6sung und Heilung gibt \u2013 den verdorbenen Kern \u2013 und f\u00fchrt am Ende zum Tod und vollst\u00e4ndigem Zerfall. Es l\u00e4sst sich unschwer erkennen, dass damit die Wirkungsweise und Natur der S\u00fcnde symbolisiert wird. S\u00fcnde hat eine moralische Ursache und betrifft nur Menschen und das, was auf den Willen des Menschen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist \u2013 zum Beispiel seine Werkzeuge, Haushaltsger\u00e4te, Kleider und Geb\u00e4ude. Dieser Aspekt betrifft den Rest der Sch\u00f6pfung nicht. Tiere und Pflanzen werden nicht mit Aussatz in Verbindung gebracht, obwohl nat\u00fcrlich auch sie, wie die ganze Sch\u00f6pfung unter den Folgen der S\u00fcnde \u00bbmitseufzen\u00ab (R\u00f6m 8,20-23).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1111\" height=\"732\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5855\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap.jpg 1111w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap-300x198.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap-1024x675.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap-768x506.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-central-gap-600x395.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1111px) 100vw, 1111px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">central:gap \u2013 Obwohl das Problem des Aussatzes ausf\u00fchrlich in der Torah behandelt (3Mo 13) und im n\u00e4chsten Kapitel auch beschrieben wird, was der vom Aussatz Geheilte tun sollte (3Mo 14) \u2013 sagt es nichts dar\u00fcber, WIE man geheilt werden konnte. tats\u00e4chlich gab es keinen nat\u00fcrlichen Weg zur Heilung (Lk 4,27). Es gibt also mitten im Gesetz offensichtlich eine gravierende L\u00fccke. Dass hier etwas Entscheidendes fehlt, wird im Neuen Testament best\u00e4tigt: \u00bbDas Gesetz, so wie es uns von Mose \u00fcbergeben wurde, konnte uns nicht ans Ziel bringen und mit Gott vers\u00f6hnen\u00ab (Heb 7,18 Hfa).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Soweit bisher bekannt, erf\u00fcllt keine spezifische Krankheit alle Kriterien, um dem biblischen Aussatz zugeordnet werden zu k\u00f6nnen. In Anbetracht der im Orient verbreiteten pathogenen Keime wird meistens auf <em>Mycobacterium leprae<\/em> verwiesen. Dieser Erreger ist dort seit dem fr\u00fchen Altertum nachgewiesen und l\u00f6st beim Menschen Lepra (Hansen-Krankheit, Morbus Hansen) aus. Das schien ein passender Kandidat zu sein, denn zum einen entspricht es der griechischen Bezeichnung <em>lepra<\/em>, und zum anderen wurde Lepra seit dem fr\u00fchen Mittelalter in Deutschland als \u00bbAussatz\u00ab bezeichnet. Das lag daran, dass Betroffene \u00bbausgesetzt\u00ab wurden \u2013 sie mussten ihr kl\u00e4gliches Dasein in isolierten Quarant\u00e4nebezirken fristen. Diese Praxis stimmt zwar mit den biblischen Berichten \u00fcberein, aber die Symptome der Hansen-Krankheit decken sich nicht mit allen genannten Kennzeichen im \u00bbPriesterhandbuch\u00ab Levitikus. Da selbst die ausf\u00fchrlich beschriebene Symptomatik des Aussatzes sich nicht eindeutig mit heute beschriebenen Krankheitsbildern \u00fcbereinbringen l\u00e4sst, kann man erahnen, wie schwierig das f\u00fcr Erkrankungen ist, von denen uns nur ein Name vorliegt. Tats\u00e4chlich ist aber die Anzahl der Erreger, die den Menschen schon seit alter Zeit befallen, gl\u00fccklicherweise recht \u00fcberschaubar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1510\" height=\"786\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5859\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge.jpg 1510w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge-300x156.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge-1024x533.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge-768x400.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-gift-zwerge-600x312.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1510px) 100vw, 1510px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">gift:zwerge \u2013 Mit den Bakterien ist es dasselbe, wie mit den Viren \u2013 es gibt nicht viel zu sehen. Man kann die Mikrofotos zwar mit spacigen Glow-Effekten aufh\u00fcbschen, aber das \u00e4ndert nichts daran, dass selbst ein ber\u00fcchtigter B\u00f6sewicht wie <em>Mycobacterium leprae<\/em> als winziges, langweiliges, unbewegliches, abgerundetes, leicht gebogenes und buckliges St\u00e4bchen erscheint.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>meuchel:seuchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuell t\u00f6dlichste Infektionskrankheit ist die Tuberkulose, an der jedes Jahr etwa 10 Millionen Menschen erkranken und mehr als eine Million Menschen sterben. Etwa ein Drittel der Weltbev\u00f6lkerung tr\u00e4gt den Erreger <em>Mycobacterium tuberculosis<\/em> im K\u00f6rper. Zum Gl\u00fcck bleibt er meistens unbemerkt und l\u00f6st sein h\u00e4ssliches Krankheitsbild \u00fcberwiegend bei immungeschw\u00e4chten und vorerkrankten Patienten aus. Er taucht bereits in den fr\u00fchesten Fundhorizonten auf und begleitet die Menschheit, soweit wir zur\u00fcckschauen k\u00f6nnen. Schon die alten Griechen bezeichneten die Krankheit gem\u00e4\u00df ihrer auff\u00e4lligen Symptomatik \u2013 Appetitlosigkeit und extreme Abmagerung \u2013 als <em>phthisis<\/em> (= Dahinschwinden), im Deutschen wurde sie als \u00bbSchwindsucht\u00ab bezeichnet. Die hebr\u00e4ische Bezeichnung <em>schachefet <\/em>(3Mo 26,16; 5Mo 28,22) bedeutet ebenfalls \u00bbAbmagerung\u00ab (vgl. den Namen <em>schachaf<\/em> = \u00bbdie Schlanke\u00ab, f\u00fcr die M\u00f6we). Man ist sich einig, dass an diesen beiden Stellen tats\u00e4chlich die Tuberkulose zugeordnet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-divide-te-et-impera.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1011\" height=\"674\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-divide-te-et-impera.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5856\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-divide-te-et-impera.jpg 1011w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-divide-te-et-impera-300x200.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-divide-te-et-impera-768x512.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-divide-te-et-impera-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1011px) 100vw, 1011px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">divide-te:et:impera \u2013 Hier sieht man den Killer Nr. 1 \u2013 das <em>Mycobacterium tuberculosis<\/em>. Die einzelnen Bakterien liegen so dicht beieinander, weil sei unbeweglich sind und sich unabl\u00e4ssig durch Teilung vermehren. Gl\u00fccklicherweise geh\u00f6ren sie, mit einer Teilungsdauer von 16-20 Stunden, zu den langsam wachsenden Keimen. Das macht es dem Immunsystem leichter, sie zu bek\u00e4mpfen. Da die Teilung symmetrisch verl\u00e4uft, l\u00e4sst sich in einer wachsenden Kultur weder Individualit\u00e4t noch ein Eltern-Nachkommen-Verh\u00e4ltnis definieren. Deswegen gelten sie als \u00bbpotenziell unsterblich\u00ab. Doch obwohl ein einzelner, isolierter Mikroorganismus zwar, bei sehr tiefen Temperaturen eingefroren, fast beliebig lange weiterlebt, stirbt auch er irgendwann.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das griechische Wort <em>dysenteria<\/em> (Apg 28,8) be zeichnete Durchfallerkrankungen, die bis heute Dysenterie genannt werden und im Deutschen als Formen der \u00bbRuhr\u00ab bekannt waren. Da im Bericht des Lukas (der als Arzt fachkundig war) als Begleitsymptom auch Fieber erw\u00e4hnt wird, wird es sich wahrscheinlich um die Bakterienruhr gehandelt haben. Sie wird durch <em>Shigella dysenteriae<\/em> ausgel\u00f6st, einen Erreger, der meistens mit dem Trinkwasser aufgenommen wird, das durch F\u00e4kalien verunreinigt ist. Eine andere Form der Ruhr wird durch Am\u00f6ben ausgel\u00f6st, wobei Fieber aber eher untypisch ist. Die Bibel nimmt nicht f\u00fcr sich in Anspruch, einen vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick der damals verbreiteten und bekannten Krankheiten zu liefern. Im Gegenteil, es hei\u00dft sogar ausdr\u00fccklich: \u00bbUnd die in diesem Buch genannten Krankheiten und Seuchen sind bei weitem nicht alles \u2026\u00ab (5Mo 28,61 Hfa). Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass die Bibel nicht nur die zerst\u00f6rerischen Auswirkungen von Krankheiten beschreibt, sondern immer wieder betont, dass die ganze Sch\u00f6pfung (inklusiv aller Viren, Bakterien und sonstiger Mikroorganismen) v\u00f6llig unter der Kontrolle ihres Sch\u00f6pfers steht: \u00bbIch allein bin Gott, und es gibt keinen au\u00dfer mir. Ich ganz allein bestimme \u00fcber Tod und Leben, \u00fcber Krankheit und Gesundheit. Niemand kann euch meiner Macht entrei\u00dfen\u00ab (5Mo 32,39 Hfa). Eine der mutmachendsten Selbstbeschreibungen Gottes lautet: Jahwe-Rofecha \u2013 \u00bb\u2026 ich bin der Herr, dein Arzt!\u00ab (2Mo 15,26 SB).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1189\" height=\"674\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5857\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner.jpg 1189w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner-300x170.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner-768x435.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-sauber-manner-600x340.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1189px) 100vw, 1189px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">sauber:m\u00e4nner \u2013 Die Israeliten durften zwar im Krieg Menschen, Tiere und G\u00fcter erbeuten, aber es galten strenge Regeln. Weibliche Gefangene mussten Jungfrauen sein. Alle Stoffe und Gegenst\u00e4nde mussten mit einer (stark alkalischen und abrasiven) Aschel\u00f6sung gereinigt und Metalle zus\u00e4tzlich im Feuer erhitzt werden. F\u00fcr die zur\u00fcckkehren den Krieger und ihre Gefangenen galt eine Quarant\u00e4ne von sieben tagen, nach deren Ablauf sie sich gr\u00fcndlich waschen mussten (4Mo 31,13-24). Aus heutiger Sicht sind das alles sinnvolle Hygienema\u00dfnahmen, zum Schutz vor den Krankheiten anderer V\u00f6lker.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-small-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"line-height:1\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><strong>Quellennachweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Barkan, D: <em>Tel Aviv \u2013 The City of Beer? Evidence of an Egyptian Occupation dating to 5,000 Years Ago is Currently Being Uncovered in Downtown Tel Aviv<\/em>. Israel Antiquities Authority, Press Release 29.03.2015; <a href=\"https:\/\/www.biblicalarchaeology.org\/wp-content\/uploads\/Tel-Aviv-The-City-of-Beer-3.27.15.pdf\">https:\/\/www.biblicalarchaeology.org\/wp-content\/uploads\/Tel-Aviv-The-City-of-Beer-3.27.15.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Baruah, R; Ray, M; Halami, PM: <em>Preventive and therapeutic aspects of fermented foods<\/em>. Journal of Applied Microbiology 2022; 132(5):3476-3489; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/jam.15444\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/jam.15444<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Datenbank der Pilze: <em>Index fungorum<\/em>; aufgerufen am 25.02.2025: <a href=\"https:\/\/www.indexfungorum.org\/Names\/namesrecord.asp?RecordId=627450\">https:\/\/www.indexfungorum.org\/Names\/namesrecord.asp?RecordId=627450<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>de Koning, MG: <em>Das Evangelium nach Matth\u00e4us speziell f\u00fcr dich<\/em> (S. 155). Lychen (Daniel) 2015; aufgerufen am 24.08.2025: <a href=\"https:\/\/www.kingcomments.com\/de\/bibelstudien\/Mt\/13\">https:\/\/www.kingcomments.com\/de\/bibelstudien\/Mt\/13<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ferguson, TD; Vanzant, ES; McLeod, KR: <em>Endophyte infected tall fescue: plant symbiosis to animal toxicosis<\/em>. Frontiers in veterinary science 2021; 8:774287; doi: 10.3389\/fvets.2021.774287<\/p>\n\n\n\n<p>Goldin, HM: <em>Biblical leprosy: A dermatologist\u2019s perspective<\/em>. Hektoen International &#8211; A Journal of Medical Humanities 2025; 17:3; <a href=\"https:\/\/hekint.org\/2023\/08\/24\/biblical-leprosy-a-dermatologists-perspective\">https:\/\/hekint.org\/2023\/08\/24\/biblical-leprosy-a-dermatologists-perspective<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Goodfriend, E: <em>Shekhar: Is it Wine or Beer?<\/em> TheThora.com; aufgerufen am 23.08.2025: <a href=\"https:\/\/www.thetorah.com\/article\/shekhar-is-it-wine-or-beer\">https:\/\/www.thetorah.com\/article\/shekhar-is-it-wine-or-beer<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Guerre, P: <em>Ergot Alkaloids Produced by Endophytic Fungi of the Genus Epichlo\u00eb<\/em>. Toxins 2015; 7:773-790; https:\/\/doi.org\/10.3390\/toxins7030773<\/p>\n\n\n\n<p>Hershkovitz, I; Donoghue, HD; Minnikin, DE: <em>Detection and Molecular Characterization of 9000-Year-Old Mycobacterium tuberculosis from a Neolithic Settlement in the Eastern Mediterranean<\/em>. Public Library of Science (PLoS) ONE 2008; 3(10):e3426; doi: 10.1371\/journal.pone.0003426; <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0003426\">https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0003426<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Pfeiffer, ML; DuPont, HL; Ochoa, TJ: <em>The patient presenting with acute dysentery \u2013 A systematic review<\/em>. The British Infection Association (BIA) 2012; 64(4):374-386; doi: 10.1016\/j.jinf.2012.01.006<\/p>\n\n\n\n<p>Rosenberg, D; Liu, L; Levin, MJ: <em>From Hangovers to Hierarchies: Beer production and use during the Chalcolithic period of the southern Levant \u2013 New evidence from Tel Tsaf and Peqi\u2018in Cave<\/em>. Journal of Anthropological Archaeology 2021; 64:101361; doi: 10.1016\/j.jaa.2021.101361<\/p>\n\n\n\n<p>Rudolf: <em>Tinderj\u00e4hrig, fermentieren und ahnma: Die Wahl zum Jugendwort des Jahres 2017<\/em>. aufgerufen: 23.08.2025: <a href=\"https:\/\/urbanshit.de\/tinderjaehrig-fermentieren-und-ahnma-die-wahl-zum-jugendwort-des-jahres-2017\">https:\/\/urbanshit.de\/tinderjaehrig-fermentieren-und-ahnma-die-wahl-zum-jugendwort-des-jahres-2017<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Santacroce, L; Del Prete, R; Charitos, IA: <em>Mycobacterium leprae: A historical study on the origins of leprosy and its social stigma<\/em>. Le infezioni in medicina 2021; 29(4):623-632; doi: 10.53854\/liim-2904-18<\/p>\n\n\n\n<p>Sasaki, S; Takeshita, F; Okuda: <em>Mycobacterium leprae and Leprosy: A Compendium<\/em>. Microbiology and Immunology 2001; 45:729-736; doi: 10.1111\/j.1348-0421.2001.tb01308.x Schardl, CL; Grossman, RB; Nagabhyru, P: <em>Loline alkaloids: Currencies of mutualism<\/em>. Phytochemistry 2007; 68(7):980-996; doi: 10.1016\/j.phytochem.2007.01.010<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-small-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"line-height:1\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p><strong>Bildnachweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wikipedia: \u00e4gyptisches Modell einer Brauerei und B\u00e4ckerei \/ Keith Schengili-Roberts \/\/ Mycobacterium tuberculosis \/ Janice Carr<\/p>\n\n\n\n<p>andere Lizenzen: Mikroorganismen Titel (Petrischale mit Kulturen) \/shutterstock_ID_2387844591 \/ Billion Photos \/\/ Sch\u00fcssel mit gehendem Hefeteig \/shutterstock_ID_2250391241 \/ New Africa \/\/ Weizenbrot mit und ohne Sauerteig \/shutterstock_ID_2496446611 \/ kaushikg \/\/ KI-Bild: eine Frau versteckt Sauerteig \/\/ Vielfalt der Milchprodukte \/shutterstock_ID_1747036457 \/ margouillat \/\/ KI-Bild: Central-gap \/\/ <em>Mycobacterium leprae<\/em> \/shutterstock_ID_2433754835 \/ nobeastsofierce \/\/ KI-Bild: Hygienevorschriften im Krieg, Eroberungsszene<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Link zum Buch: <a href=\"https:\/\/www.daniel-verlag.de\/produkt\/wimmelwesen\/?srsltid=AfmBOoo-BnEr34yTfohEm0ArbTWBe9YWoMvMhMtin7a7guVaZAit6FLc\">https:\/\/www.daniel-verlag.de\/produkt\/ wimmelwesen<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5858\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-scaled.jpg 2560w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-300x150.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-768x384.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-2048x1024.jpg 2048w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/16-600x300.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mikrokosmos als Welt der allerkleinsten Lebewesen ist zwar allgegenw\u00e4rtig, bleibt aber vor unseren blo\u00dfen Augen verborgen.<br \/> Wir k\u00f6nnen zwar gro\u00dfe Ansammlungen ausmachen, die meistens[\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":5841,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"remove_blocks_before_content":false,"remove_blocks_after_content":false,"disable_reading_progress_bar":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[69],"tags":[],"class_list":["post-5840","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-swarming-animals"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5840"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5863,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5840\/revisions\/5863"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}