{"id":6098,"date":"2026-04-20T16:20:32","date_gmt":"2026-04-20T15:20:32","guid":{"rendered":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/?p=6098"},"modified":"2026-06-05T16:22:48","modified_gmt":"2026-06-05T15:22:48","slug":"virus-origin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/virus-origin","title":{"rendered":"Viren &#8211; Warum und woher?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Viren sind keine Lebewesen. Sie tragen nicht alle Kennzeichen des Lebens \u2013 stehen dem Leben aber sehr nahe. F\u00fcr die meisten Menschen sind sie in erster Linie Krankheitserreger. Aber es gibt noch viel mehr \u00fcber Viren zu sagen \u2013 sie sind sogar von essenzieller Bedeutung f\u00fcr das Funktionieren der Sch\u00f6pfung! Aber kommen wir zun\u00e4chst zu dem Ereignis, das den Viren ganz neue Aufmerksamkeit beschert hat \u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00e4rz 2020, Lockdown. Als Reaktion auf die rasante Ausbreitung des neuen Erregers, Coronavirus SarS-CoV-2, werden weltweit in schneller Folge extreme Ma\u00dfnahmen ergriffen. Um weitere Infektionen einzud\u00e4mmen, werden St\u00e4dte, Regionen und ganze Staaten abgeriegelt, Ausgangssperren verh\u00e4ngt, Flugh\u00e4fen stillgelegt und F\u00e4hrverbindungen eingestellt. Tourismus und Fernhandel kommen weitgehend zum Erliegen. Schulen setzen den Unterricht aus oder f\u00fchren ihn online fort, Kinderg\u00e4rten reduzieren auf Notbetreuungsprogramme, Einzelhandel, Gastronomie und Hotelgewerbe m\u00fcssen den Betrieb einstellen, die meisten Dienstleistungen d\u00fcrfen nicht mehr angeboten werden und viele Unternehmen f\u00fchren Kurzarbeit und Homeoffice ein. Gro\u00dfveranstaltungen wie Fu\u00dfballspiele, bis hin zur geplanten Fu\u00dfball-Europameisterschaft, Sportwettk\u00e4mpfe, sogar die Olympischen Spiele, Messen, Konzerte, Konferenzen, Gottesdienste \u2013 einfach alles wird abgesagt. Die Welt scheint stillzustehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Massenquarant\u00e4ne wird von der Verordnung individueller Schutz- und Hygienema\u00dfnahmen begleitet: Abstandsgebote, Alltagsmaske, h\u00e4ufige Desinfektion und Einschr\u00e4nkung der pers\u00f6nlichen Kontakte. Die Medien senden und publizieren rund um die Uhr Corona-News, verweisen auf die Notwendigkeit der Restriktionen und schaffen ein Klima der Angst. Denn trotz aller Anstrengungen kommt die Pandemie nicht zum Stillstand. Bis zum Ende des Jahres wird der Erreger bei fast 90 Millionen Menschen in \u00fcber 200 betroffenen L\u00e4ndern nachgewiesen werden und fast zwei Millionen von ihnen werden damit oder daran gestorben sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1327\" height=\"752\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6100\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin.jpg 1327w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin-300x170.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin-768x435.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S283-Virologin-600x340.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1327px) 100vw, 1327px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>gift:geifer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem Hintergrund der COVID 19-Pandemie war immer h\u00e4ufiger die Frage zu h\u00f6ren, warum ein allm\u00e4chtiger und g\u00fctiger Sch\u00f6pfer sich so etwas Gemeines und Unheimliches wie Viren \u00fcberhaupt \u00bbausgedacht\u00ab hat. Handelt es sich ausschlie\u00dflich um \u00bbbiologische Schadsoftware\u00ab \u2013 analog zu den gleichnamigen Computerprogrammen, die Festplatten zerschie\u00dfen und Netzwerke zusammenbrechen lassen \u2013 oder was hat es damit auf sich?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der r\u00f6mische \u00bbWissenschaftsjournalist\u00ab Aulus Cornelius Celsus (25 v. Chr. &#8211; 50 n. Chr.) bezeichnete den Speichel tollw\u00fctiger Hunde in seinem Werk <em>De medicina<\/em> als <em>virus<\/em>. Damit ordnete er diesen Begriff einer Infektionskrankheit zu und auch seine Bedeutungen und Nebenbedeutungen \u00bbSchleim, Gift, Gestank, Sch\u00e4rfe, Bitterkeit\u00ab sind allesamt negativ.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es dauerte allerdings noch lange, bis man der Natur dieses \u00bbGiftes\u00ab auf die Spur kam. Im Jahr 1882 entdeckte der deutsche Agrarwissenschaftler Adolf Mayer (1843-1942), dass er eine gesunde Pflanze mit dem Saft einer kranken Tabakpflanze anstecken konnte, ohne dass Bakterien daran beteiligt waren. Zehn Jahre sp\u00e4ter wies Dimitri Iwanowski (1864-1920) nach, dass die infekti\u00f6sen Partikel viel kleiner als Bakterien sein mussten, indem er den krankheitsausl\u00f6senden Saft durch immer feinere Filter presste, bevor er ihn auf gesunde Pflanzen pinselte. So wurde das Tabakmosaikvirus zum ersten entdeckten Vertreter einer bis dahin unbekannten Klasse von Objekten. An der allgemeinen Wahrnehmung, dass es sich bei Viren um durchweg b\u00f6sartige Erscheinungen handelt, hat sich bis heute fast nichts ge\u00e4ndert. Der Nobelpreistr\u00e4ger Sir Peter Medawar bezeichnete sie als \u00bbin Eiwei\u00df verpackte schlechte Neuigkeiten\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>trittbrett:fahrer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sind sie beschaffen, diese winzigen, infekti\u00f6sen Partikel? Eine allgemeine Beschreibung f\u00e4llt schwer. Die Vielfalt an Gr\u00f6\u00dfe, Form und Struktur, unterschiedliche \u00abLebensr\u00e4ume\u00ab, \u00bbLebenszyklen\u00ab, Vermehrungsstrategien und Wirtszellen, RNA oder DNA \u2026 wer wollte sich da festlegen, wie das \u00bbtypische Virus\u00ab auszusehen hat?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1327\" height=\"755\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6101\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich.jpg 1327w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich-300x171.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich-1024x583.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich-768x437.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-varianten-reich-600x341.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1327px) 100vw, 1327px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">varianten:reich \u2013 Viren haben ein sehr vielf\u00e4ltiges Erscheinungsbild. Die meisten sind nach klaren geometrischen Regeln strukturiert, einige jedoch als unregelm\u00e4\u00dfige W\u00fcrmchen oder Kn\u00e4uel. Wenn sie die Gr\u00f6\u00dfe unserer Zimmerpflanzen h\u00e4tten, w\u00fcrden wir sie wahrscheinlich genauso gerne als dekorative Elemente arrangieren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrem Aufbau aus Kohlenstoffverbindungen (Nukleins\u00e4uren, Proteinen und manchmal auch Lipiden) und ihrer genetischen Wandlungsf\u00e4higkeit gleichen sie allen biologischen Organismen, aber da sie weder \u00fcber einen eigenen Stoffwechsel noch \u00fcber eigene Informationsverarbeitung (Wahrnehmung, Reaktion auf Umweltreize) verf\u00fcgen, fehlen ihnen wichtige Kennzeichen von Lebewesen. Viren sind Grenzg\u00e4nger und einer g\u00e4ngigen Definition zufolge \u00bbdem Leben nahestehende Einheiten mit parasiten\u00e4hnlichem Verhalten\u00ab. Ihr einziger gemeinsamer Nenner ist, dass sie genetische Information beinhalten und lebende Zellen f\u00fcr ihre Vermehrung ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele haben ihre \u00bbBauanleitung\u00ab bereits fest in das Genom von Wirtszellen eingebaut und einige davon kommen wom\u00f6glich gar nicht mehr in freier Form (Virion) in der Umwelt vor. F\u00fcr alle anderen gilt, dass sie eine sch\u00fctzende Struktur aus Proteinen ben\u00f6tigen, die alle m\u00f6glichen Extras enthalten kann. Um die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse etwas zu veranschaulichen, stelle man sich die Fl\u00e4che der neuen Bundesl\u00e4nder als unseren flachgewalzten K\u00f6rper vor. Ein durchschnittliches Kinderzimmer entspr\u00e4che einer einzelnen Zelle darauf, ein Bakterium w\u00e4re so gro\u00df wie ein Fu\u00dfball und ein Virus so gro\u00df wie ein \u00dcberraschungsei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-ran-dom-rotated.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"714\" height=\"1049\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-ran-dom-rotated.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6102\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-ran-dom-rotated.jpg 714w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-ran-dom-204x300.jpg 204w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-ran-dom-697x1024.jpg 697w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-ran-dom-600x882.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">ran:dom \u2013 Wenn eine menschliche Hand so gro\u00df w\u00e4re, dass die Finger so hoch in den Himmel ragen, wie die T\u00fcrme des 157 Meter hohen K\u00f6lner Doms, w\u00e4re ein einzelnes Corona-Virus darauf so gro\u00df wie ein Sandkorn \u2013 etwa 1\/10 Millimeter im Durchmesser.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>erb:feinde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Variabilit\u00e4t ihrer Programme ist enorm. Allein in der Gruppe der Phagen, die nur Bakterien befallen, gibt es sch\u00e4tzungsweise 100 Millionen unterscheidbare \u00bbArten\u00ab. Vermutlich gibt es keine Organismen, die nicht von Viren befallen werden k\u00f6nnen; f\u00fcr Pflanzen und Tiere gilt dies als gesichert und einige Arten geben die ungebetenen G\u00e4ste sogar an den Nachwuchs weiter. Die Viren der Weltmeere, jedes f\u00fcr sich ein Leichtgewicht, wiegen zusammengenommen so viel wie 750 Millionen Blauwale \u2013 mehr als die Gesamtheit aller Pflanzen und Tiere des Meeres. In jedem Milliliter Wasser aus Fl\u00fcssen und Seen tummeln sich Millionen von ihnen, ein Liter Meeres- oder Waldboden enth\u00e4lt etwa 10 Milliarden, die Luft ist voll davon und einige Arten kommen auf und in unserem gesunden K\u00f6rper vor \u2013 sie sind \u00fcberall!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>patho:gene<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich denken wir zuerst an die \u00bbGei\u00dfeln der Menschheit\u00ab: M\u00f6rderviren wie Ebola, Aufreger wie SARS und COViD-19, Saisonplagen wie Influenza, \u00bbKinderkrankheiten\u00ab (das Wort erscheint unangemessen harmlos) wie Mumps, Masern, R\u00f6teln, Windpocken und Polio, Exoten wie Gelbfieber, Zika, Vogel- und Schweinegrippe oder auch die etwas unauff\u00e4lligeren wie Herpes und Eppstein-Barr, mit denen jeweils 90% der Deutschen dauerhaft infiziert ist (meistens ohne st\u00f6rende Folgen). Daneben gibt es noch einige, die vermutlich bei der Krebsentstehung eine gro\u00dfe Rolle spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele dieser gef\u00e4hrlichen Krankheitserreger sind weit verbreitet und alle ben\u00f6tigen unsere Zellen, um sich zu vermehren. Haut und Schleimh\u00e4ute bilden eine erste Barriere, die verhindert, dass sie einfach so hereinspazieren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sind wir von einer Aura sehr stabiler \u00bbDesinfektionsmittel\u00ab umgeben \u2013 Ribonukleasen aus unseren Absonderungen (Schwei\u00df, Tr\u00e4nen, Speichel, Ohrschmalz, Urin, Milch) umh\u00fcllen uns und zerhacken die Erbinformation der meisten Viren in kleine, harmlose Schnipsel. Trotzdem gelingt es immer wieder einigen der Winzlinge, unbeschadet hereinzukommen. Sie verschaffen sich schnellstm\u00f6glich Zugang in das Innere einer Zelle. Dort sind sie erst einmal sicher und k\u00f6nnen in aller Ruhe ihr kleines Programm auspacken und \u00fcbersetzen lassen. Die arme Zelle kann gar nicht anders, als der damit vorgelegten Bauanleitung zu folgen und massenhaft neue Viren zu bauen. Sie wird zur Kopiermaschine. Bei vielen Virus-Typen macht sie das so lange, bis sie so voll mit Viren ist, dass sie platzt. Andere (wie auch COViD-19) gehen es noch raffinierter an. Sie lassen die Zelle leben und die Nachkommen unauff\u00e4llig ausschleusen, so dass insgesamt viel mehr produziert werden kann. Alle frischen Kopien, die in den K\u00f6rper gelangen, befallen neue Zellen und die Infektion \u00bbgeht viral\u00ab \u2013 sie breitet sich rasant aus. Zum Gl\u00fcck sind wir diesem Geschehen nicht hilflos ausgeliefert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>viren:scanner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gesunde K\u00f6rper muss sich st\u00e4ndig mit eingedrungenen Fremdk\u00f6rpern auseinandersetzen und erledigt das normalerweise so \u00bbger\u00e4uschlos\u00ab, dass es uns gar nicht bewusst wird. Die eigentlichen Helden in diesem Kampf sind die Makrophagen. V\u00f6llig autonom schwimmen sie mit oder gegen den Strom durch Blutgef\u00e4\u00dfe und Lymphkan\u00e4le, patrouillieren durch den ganzen K\u00f6rper, sp\u00fcren Eindringlinge auf und machen der Bedeutung ihres Namens \u00bbgro\u00dfe Fresser\u00ab alle Ehre, indem sie sie einfach verschlingen. Da allerdings ein Invasor selten allein kommt, geben sie den Steckbrief von jedem, den sie erwischen, sofort an andere \u00bbSicherheitsdienste\u00ab weiter. Sogenannte \u00bbT-Lymphozyten\u00ab fungieren als \u00bbCentral Intelligence\u00ab und koordinieren den Einsatz weiterer Spezialisten. \u00bbKillerzellen\u00ab bekommen von ihnen den Auftrag, alle infizierten Zellen des K\u00f6rpers mitsamt den darin enthaltenen, fertigen oder im Bau befindlichen Viruspartikeln und allen sch\u00e4dlichen Informationen zu vernichten. B-Lymphozyten werden veranlasst, ma\u00dfgeschneiderte Spezialwaffen zu produzieren \u2013 Antik\u00f6rper, die exakt auf die Oberfl\u00e4che der enttarnten Viren passen und sich dort anheften. Damit ist der Angreifer au\u00dfer Gefecht gesetzt. Er kann nicht mehr in Zellen eindringen, verklebt bei Kontakt mit seinen Kollegen und ist ein markiertes Ziel f\u00fcr die bereits erw\u00e4hnten Makrophagen, die ihn ohne Umschweife verdauen. Um das Ganze noch effektiver zu machen, \u00bbarchi-viren\u00ab unsere hauseigenen Kammerj\u00e4ger alle Steckbriefe \u2013 B-Lymphozyten werden zu \u00bbGed\u00e4chtniszellen\u00ab, die sich jahre-, manchmal sogar lebenslang, an jeden ungebetenen Gast erinnern und sofort aus allen Rohren feuern, sollte er sp\u00e4ter erneut gesichtet werden. Au\u00dferdem sind die produzierten Antik\u00f6rper noch lange nach der Invasion in Blut und Lymphe \u00bbauf Streife\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1395\" height=\"845\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6103\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force.jpg 1395w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force-300x182.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force-1024x620.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force-768x465.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-task-force-600x363.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1395px) 100vw, 1395px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">task:force \u2013 F\u00fcr die meisten Virentypen hat das Immunsystem unseres K\u00f6rpers die passende Antwort parat. Es produziert ma\u00dfgeschneiderte Antik\u00f6rper, die Eindringlinge verkleben und sie als Ziele f\u00fcr Fresszellen markieren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzten beiden Effekte macht man sich bei der Schutzimpfung zunutze, indem die Abwehrprozedur k\u00fcnstlich gestartet wird, ohne dass aktive Viren beteiligt sind. Grunds\u00e4tzlich f\u00fchrt der Alarm zu einer Vorbereitung auf den neuen Feind, im besten Fall zu einem dauerhaften Schutz (Immunisierung). Im Fall des aktuellen Coronavirus ist es ein gl\u00fccklicher Umstand, dass er einen eigenen Korrekturmechanismus mitbringt und sich viel langsamer ver\u00e4ndert als die meisten anderen RNA-Viren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>akti:viren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele interessante Ideen dazu, wie wir uns Viren zunutze machen k\u00f6nnten. Die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung ruht auf einem medizinischen Einsatz als \u00bbVektoren\u00ab, Transportmittel, um DNA in K\u00f6rperzellen zu bringen und so genetische Defekte zu beheben. Dann gibt es Phagen, die nur Bakterien befallen, und als nat\u00fcrliches Antibiotikum eingesetzt werden k\u00f6nnten. Damit lie\u00dfen sich besonders multiresistente Krankenhauskeime bek\u00e4mpfen, denen sonst kaum noch beizukommen ist. Sie werden heute schon verwendet, um in Holland die Kartoffeln, in Schweden den R\u00e4ucherlachs und in S\u00fcdkorea die Milch zu sterilisieren. Viren lassen sich so umbauen, dass sie onkolytisch wirken, also gezielt Krebszellen befallen und abt\u00f6ten. Damit k\u00f6nnten Tumore bek\u00e4mpft werden. Zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung k\u00f6nnten Viren als biologische Waffe eingesetzt werden. Vor einigen Jahren wurde ein Typ entdeckt, der die Malaria-M\u00fccke und deren Larven bef\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erfahrungen mit dem Myxomatose-Virus, mit dem man in Australien die Kaninchen ausrotten wollte, haben allerdings gezeigt, dass es bei l\u00e4ngerem Einsatz auch hier zu Resistenzen kommt und die k\u00fcnstlich erzeugten Epidemien sich immer wieder totlaufen, wenn die meisten Wirtstiere gestorben sind. Auch die anderen Ans\u00e4tze stecken noch in den Kinderschuhen und haben ihre T\u00fccken. Wenn Phagen eine letzte Reserve zur Bakterienbek\u00e4mpfung werden sollten, ist es sehr unklug, sie heute schon in der Landwirtschaft einzusetzen, da auch hier Resistenzbildung zu erwarten ist. Die Onkolytischen machen tats\u00e4chlich einen guten Job in der Krebstherapie, aber f\u00fcr den K\u00f6rper sind sie Viren wie alle anderen, die vom Immunsystem sofort attackiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man ben\u00f6tigt bei mehreren Gaben immer neue Varianten, damit sie nicht sofort eliminiert werden. Was die Gentherapie betrifft, gibt es bereits erste Erfolge. Am Chil dren\u2019s Hospital of Philadelphia (CHOP) ist es 2023 erstmals gelungen, mithilfe des Virus-Vektors AAV ein defektes Gen zu reparieren. Ein elfj\u00e4hriger Junge, der an einer genetisch bedingten Taubheit (SNHL) litt, erhielt dadurch sein H\u00f6rverm\u00f6gen zur\u00fcck. Seitdem wurden viele weiter Kinder mit der gleichen Methode geheilt. Wahrscheinlich werden wir in den n\u00e4chsten Jahren erleben, dass viele bisher unheilbare Krankheiten mit diesen und \u00e4hnlichen Verfahren v\u00f6llig geheilt werden k\u00f6nnen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die damit einhergehenden Risiken rechtzeitig erkannt und richtig beurteilt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1585\" height=\"609\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6104\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date.jpg 1585w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date-300x115.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date-1024x393.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date-768x295.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date-1536x590.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-up-date-600x231.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1585px) 100vw, 1585px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">up:date \u2013 Ein modifizierter Virus schleust einen genetischen Bauplan in die K\u00f6rperzelle des Patienten. Dort wird das entsprechende Produkt hergestellt \u2013 ein Protein, das aufgrund eines Genfehlers vorher nicht gebildet werden konnte. Vielleicht k\u00f6nnen so zum Beispiel schon bald Bluter geheilt werden. Ihnen fehlt nur ein kleines Glied in einer komplizierten Reaktionskette, aber dadurch funktioniert die Blutgerinnung nicht, was lebensbedrohlich ist.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>gemein:n\u00fctzig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Virologin Karin M\u00f6lling hat die \u00d6ffentlichkeit in dem bemerkenswerten Buch \u00bbViren \u2013 Supermacht des Lebens\u00ab auf eine ganz neue Sichtweise aufmerksam gemacht, die sich in den Biowissenschaften langsam durchsetzt. Es ist n\u00e4mlich so, dass die 21 eindeutig bekannten Krankheitserreger unter den vielen Millionen Virustypen nur eine verschwindend geringe Minderheit ausmachen. Ihr wichtigster Beitrag f\u00fcr den Menschen und das Leben auf der Erde insgesamt besteht in etwas ganz anderem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Biosph\u00e4re, die sich von f\u00fcnf Kilometer tiefen Gesteinsschichten bis hinauf in 60 Kilometer hohe Luftschichten um die ganze Erde zieht, ist in ein gigantisches Netzwerk genetischer Wechselbeziehungen eingeh\u00fcllt. Wir beginnen gerade erst zu verstehen, welche Rolle Viren darin spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit heute schon bekannt, regulieren sie \u00fcberall das Wachstum der Bakterien-, Pilz-, Plankton- und Algenpopulationen. Sobald diese eine kritische Gr\u00f6\u00dfe \u00fcberschreiten, werden sie anf\u00e4llig f\u00fcr Virusinfektionen, die sich dann rasant ausbreiten k\u00f6nnen und die meisten Zellen t\u00f6ten. Ohne diesen Mechanismus w\u00fcrden sich Meere und Gew\u00e4sser innerhalb weniger Tage in stinkende Kloaken verwandeln und \u00fcberall, wo ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, w\u00fcrde die Welt verfaulen, verschimmeln und verrotten. Pflanzliches, tierisches und menschliches Leben w\u00e4re nicht m\u00f6glich. Schon l\u00e4nger fragte man sich, wie die verwobenen Nahrungsketten unserer \u00f6kologischen Netze an der Basis funktionieren. Bakterien und Pilze sind die Reduzenten, die alles tote organische Material so zerlegen, dass Pflanzen und Algen, die Produzenten, es aufnehmen k\u00f6nnen. So weit, so gut. Aber Bakterien und Pilze wachsen und wachsen und scheiden zu wenig aus. Wie genau werden die \u00bbN\u00e4hrsalze\u00ab wieder frei? \u2013 Und da kommen, nach neuerer Erkenntnis, Viren ins Spiel, die noch weiter unten in der Kette rangieren, als Terminatoren auftreten und die Mikroorganismen aufl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S288-Biokreislauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"803\" height=\"746\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S288-Biokreislauf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6105\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S288-Biokreislauf.jpg 803w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S288-Biokreislauf-300x279.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S288-Biokreislauf-768x713.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-S288-Biokreislauf-600x557.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 803px) 100vw, 803px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings traut man den Viren noch viel mehr zu. Sie selbst sind genetisch \u00fcberaus wandlungsf\u00e4hig, k\u00f6nnen das Erbgut ihrer Wirte ver\u00e4ndern und sogar Erbinformationen von einer biologischen Art auf eine andere \u00fcbertragen. M\u00f6glicherweise verbirgt sich hier ein \u00bbEvolutionsmotor\u00ab, der neue Perspektiven auf die Ver\u00e4nderlichkeit der Lebensformen er\u00f6ffnet. Das w\u00fcrde einmal mehr belegen, dass eine gro\u00dfe Variationsbreite der Lebensformen durch nat\u00fcrliche Prozesse hervorgebracht werden kann ohne, dass dazu die Information f\u00fcr komplexe Konstruktionen durch \u00bbZufall und Notwendigkeit\u00ab neu entstehen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Weltanschauung des Naturalismus wird der Evolutionsprozess als zufallsbestimmter \u00dcberlebenskampf \u00bbjeder gegen jeden\u00ab gedeutet, was den Blick f\u00fcr zugrunde liegenden Konzepte versperrt. Wer die Welt als absichtsvoll erschaffenes Gesamtsetting wahrnimmt, wird durch diese neuen Einblicke zu Lob und Anbetung gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>woher:viren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Inzwischen ist also die N\u00fctzlichkeit, ja sogar die Lebensnotwendigkeit von Viren offensichtlich geworden. Aber hebt das Gute, Normale und Nachvollziehbare das \u00dcble, Abnorme und Unverst\u00e4ndliche auf? Nat\u00fcrlich nicht! \u00dcber die schlimme Tatsache, dass immer wieder jemand Amok l\u00e4uft, tr\u00f6sten wir uns nicht damit hinweg, dass Millionen anderer es nicht tun. Was Gott im Anfang erschuf, war noch nicht durch den S\u00fcndenfall verdorben. Der Zusammenhang zwischen der urspr\u00fcnglichen Sch\u00f6pfung, die der allm\u00e4chtige und g\u00fctige Gott als \u00bbsehr gut\u00ab bezeichnet (1Mo 1,31) und den gef\u00e4hrlichen Krankmachern unter den Viren ist erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. Woher kommen also Viren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>nota:bene<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Viren sind allgegenw\u00e4rtig, seitdem sie erforscht werden. Da sie sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndern und manchmal sogar ihre Wirtsorganismen wechseln, kann man sie zu Recht immer wieder als \u00bbneu\u00ab bezeichnen. Die erstmalige Entstehung eines Virus aus \u00bbNicht-Virus\u00ab wurde allerdings bisher noch nicht beobachtet.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir erforschen heute nicht die urspr\u00fcngliche, sondern die gefallene Sch\u00f6pfung. Der S\u00fcndenfall ist ein Erkenntnishorizont: die Bibel berichtet weder, was dabei, naturwissenschaftlich betrachtet, genau geschah, noch wie die Welt davor funktionierte.<\/li>\n\n\n\n<li>Die urspr\u00fcngliche Sch\u00f6pfung war zwar \u00bbsehr gut\u00ab, aber Gottes Sch\u00f6pfungshandeln war damit nicht abgeschlossen. Dass Gott im engeren Sinn \u00bbnur Gutes\u00ab schafft, ist keine biblisch begr\u00fcndbare Aussage, auch wenn selbstverst\u00e4ndlich alles in seinen vollkommenen \u00bbMasterplan\u00ab passt. In der gefallenen Sch\u00f6pfung agiert Gott auch als Richter. Er schafft Finsternis und Ungl\u00fcck (Jes 45,7) und den Verderber (Jes 54,16). Es ist also denkbar, dass Gott menschenfeindliche Organismen \u00bbde novo\u00ab erschaffen hat. M\u00f6glicherweise finden wir in dem Vorgang, dass Staub bei der dritten Plage zu Stechm\u00fccken wurde (2Mo 8,13), sogar einen direkten biblischen Beleg in diese Richtung. Die \u00e4gyptischen Wahrsagepriester erkannten darin jedenfalls Gottes (Sch\u00f6pfer)Macht (2Mo 8,15). Abgesehen davon kann man \u00fcber die Option der direkten Erschaffung nur spekulieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei der Beschreibung der Viren war zu sehen, wie verschieden sie sind. Bei so gro\u00dfen Unterschieden ist es naheliegend, dass sie auch verschiedene Entstehungsgeschichten haben (sofern sie denn nicht alle direkt erschaffen wurden).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>wirbel:winde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schieben wir das Problem der b\u00f6sen Viren noch ein wenig vor uns her und beginnen mit den einfacheren Fragen \u2026 Am eindeutigsten ist die Sache bei den Bakteriophagen: Sie geh\u00f6ren allesamt zu den \u00bbGuten\u00ab, tun keinem Menschen etwas zuleide (wobei sie Molkereien, Brauereien und mikrobiologischen Laboratorien aus technischen Gr\u00fcnden verhasst sind), befallen ausschlie\u00dflich Bakterien und regulieren deren Vermehrung. Schon allein deswegen sollte niemand ein Problem damit haben, sie als Gottes Gesch\u00f6pfe zu sehen, zumal ihr Wirken mitunter sogar erforderlich ist. Noch deutlicher wird dieser Fall durch starke Design-Signale:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Phagen weisen eine geniale und zweckorientierte Konstruktion auf, deren Entstehung nicht durch die bekannten biologischen Prozesse erkl\u00e4rt werden kann. Obwohl sie sich nicht aktiv fortbewegen k\u00f6nnen, f\u00fchren sie doch erstaunliche Aktionen aus. Wenn ein T4-Phage ein Kolibakterium \u00fcberf\u00e4llt, landet er auf dessen Oberfl\u00e4che, rammt seine spitzen Spikes hinein und krallt sich damit fest. W\u00e4hrend die langen Schwanzfibern ihn in aufrechter Position stabilisieren und ein spezielles Enzym abgesondert wird, das die Zellwand darunter aufl\u00f6st, zieht sich die kontraktile Scheide ruckartig zusammen und st\u00f6\u00dft das hohle Schwanzrohr wie eine Injektionsnadel ins Innere des Bakteriums, um als letztes die DNA durchzuschleusen. Das alles dauert nur etwa 45 Sekunden und ist noch recht \u00fcberschaubar, verglichen mit der fantastischen Vorrichtung, mit deren Hilfe wenige Minuten sp\u00e4ter im Bakterium jeweils eine Kopie seines DNA-Strangs in jeden Capsid der frisch zusammengebauten Viren hineinbef\u00f6rdert wird. Um einen Eindruck davon zu bekommen, was dort geschieht, greifen wir noch einmal auf den Gr\u00f6\u00dfenvergleich zur\u00fcck. Wenn das Capsid die Gr\u00f6\u00dfe eines \u00dcberraschungseis h\u00e4tte, w\u00e4re die DNA ein 30 Kilometer langer Bindfaden. Die Aufgabe ist jetzt, ihn ordentlich darin zu verpacken. Schon in effizientester Anordnung f\u00fcllt der Faden das Innenvolumen fast vollst\u00e4ndig aus, es darf also nicht der geringste Platz verschwendet werden. Noch viel erstaunlicher ist allerdings, dass sich dabei nichts verheddert, denn schon kleinste Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten w\u00fcrden einen unentwirrbaren \u00bbBandsalat\u00ab zur Folge haben. Deswegen wird ein Motor als \u00bbSeilwinde\u00ab im Kragen unterhalb der Capsid\u00f6ffnung eingebaut. Wie das Antriebszahnrad einer Kettens\u00e4ge greifen rotierende Proteine in die lange Molek\u00fclkette der DNA und spulen sie hinein. Die Leistung kann sich sehen lassen: 2.000 Basenpaare (\u00bbBuchstaben\u00ab) pro Sekunde, bei gleichzeitigem Energieverbrauch von einem Molek\u00fcl ATP. Die Phagen-DNA umfasst 169.000 Basenpaare und liegt in weniger als 90 Sekunden ordentlich aufgewickelt in der Kopfkapsel. Das ist Sch\u00f6pferhandwerk vom Feinsten!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1187\" height=\"822\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6106\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen.jpg 1187w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen-300x208.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen-768x532.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-import-phagen-600x416.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1187px) 100vw, 1187px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">import:phagen \u2013 Ein T4-Phage ist auf einem Bakterium gelandet. Im n\u00e4chsten Moment wird sich die mittlere S\u00e4ule zusammen ziehen und eine lange R\u00f6hre, wie eine Injektionsnadel, durch die Zellwand sto\u00dfen. Dann wird der lange DNA-Faden (hellgr\u00fcn) aus der Kopfkapsel ins Innere des Bakteriums geschleust.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>start:up<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast die H\u00e4lfte unseres menschlichen Genoms besteht aus transponiblen Elementen (Abschnitte in der DNA, die ihre Position im Genom ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, auch \u00bbspringende Gene\u00ab genannt) und die meisten Biologen sehen in ihnen \u00bbdie Hinterlassenschaften uralter Virenangriffe\u00ab. Nach dieser Vorstellung hat sich in einer Entwicklungsgeschichte von vielen Millionen Jahren die eingeschleuste \u00bbSchadsoftware\u00ab eingedrungener Viren in unserer Erbinformation best\u00e4ndig angereichert. Unser Organismus h\u00e4tte sich dann dagegen gewehrt, indem er die betroffenen Abschnitte (haupts\u00e4chlich durch eine chemische Blockade: \u00bbMethylierung\u00ab) abgeschaltet h\u00e4tte. Legt man die Idee von den \u00bburalten Virenangriffen\u00ab einfach mal beiseite, er\u00f6ffnet sich hier ein ganz neuer Blick. Die Transposone k\u00f6nnten ein riesiger Fundus regulierender, modifizierender und sogar informationstragender Elemente sein und die Methylierung in erster Linie ein komplizierter Steuerungsmechanismus. Genau das legen aktuelle Forschungen nahe!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor diesem neuen Hintergrund erscheint die von der Mehrheit der Virologen vertretene Ausbruchshypothese oder Exosomtheorie plausibel: Unter bestimmten Stressbedingungen kommt es vor, dass Zellen kleine Bl\u00e4schen aus ihrer Zellwand abschn\u00fcren, sogenannte Vesikel oder Exosomen. Sie k\u00f6nnen alle m\u00f6glichen Zellbestandteile (Proteine, Lipide, RNA, DNA) und Rezeptoren beinhalten und einiges spricht daf\u00fcr, dass hin und wieder alles N\u00f6tige enthalten war, um sich selbstst\u00e4ndig zu machen und zu einem Virus zu werden. Die starke \u00c4hnlichkeit von Viren und Transposonen wird damit genau andersherum gedeutet \u2013 nicht unser Genom (und das fast aller Lebewesen) besteht \u00fcberwiegend aus alten Viren, sondern (manche) Viren entstammen dem Genom lebender Zellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>degenerier:ende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt noch eine weitere Entstehungsm\u00f6glichkeit, die weder eine spezielle Sch\u00f6pfung Gottes noch eine evolutive H\u00f6herentwicklung erfordert: die Reduktionshypothese. Sie besagt, dass Viren degenerierte \u00dcberreste von Bakterien sein k\u00f6nnten. Ein Kandidat f\u00fcr diesen Entwicklungsweg w\u00e4re das Mimivirus, das in Am\u00f6ben vorkommt. Es wird auch als Megavirus bezeichnet, weil es 100-mal volumin\u00f6ser ist als die kleinsten Viren. Sein gro\u00dfes DNA-Genom von 1,2 Millionen Basenpaaren ist komplex strukturiert und enth\u00e4lt einige Gene, die man auch aus bestimmten Bodenbakterien kennt. Wie es in der Vergangenheit dazu kam, dass ein hochangepasster Mikroorganismus so drastisch verk\u00fcmmerte, dass er nun als lebloser Virus weitergereicht wird, ist nicht bekannt. F\u00fcr den Verlust komplexer genetischer Informationen, Strukturen und F\u00e4higkeiten gibt es allerdings eine gewisse Wahrscheinlichkeit und derartige Vorg\u00e4nge wurden vielfach beobachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte diese Theorie stimmen, h\u00e4tte sie den Charme, dass es einen fast flie\u00dfenden \u00dcbergang zwischen dem kleinsten Noch-Lebewesen und dem gr\u00f6\u00dften Nicht-mehr-Lebewesen gibt. Das Bakterium <em>Mycoplasma genitalium<\/em>, ist \u00e4u\u00dferlich gleich gro\u00df, hat mit 580.000 Basenpaaren aber nur ein halb so gro\u00dfes Genom wie das Mimivirus. Es ist nicht in der Lage, selbstst\u00e4ndig zu leben, sondern kann nur in seinen Wirtszellen existieren und nutzt dessen Gene und Stoffwechselwege wie ein Virus. Vielleicht kann man sich die Vorstufe des Mimivirus so \u00e4hnlich vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1044\" height=\"828\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6107\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme.jpg 1044w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme-300x238.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme-1024x812.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme-768x609.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-corona-mas-nahme-600x476.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1044px) 100vw, 1044px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">corona:ma\u00df:nahme \u2013 Viren gibt es in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen. Den Rekord h\u00e4lt das Pithovirus, das deutlich gr\u00f6\u00dfer als <em>Mycoplasma genitalium<\/em>, das kleinste Bakterium ist. Dieses hat die gleiche Gr\u00f6\u00dfe, wie das Mimivirus. Das Coronavirus SARS-CoV-2 rangiert im gleichen Bereich wie HIV.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>ur:sprung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Zwischenergebnis l\u00e4sst sich festhalten: Viren entstanden nicht durch Zufallsprozesse aus unbelebter Materie \u2013 weder in der Ursuppe, Urpizza oder Ureiscreme, noch hinter dem Uranus (genauso wenig wie irgendwelche anderen biologischen Strukturen). Einige wurden offensichtlich als geniale Regulatoren erschaffen, um die Bakterien im Zaum zu halten \u2013 wie die Phagen. Andere sind m\u00f6glicherweise dem Genom lebender Zellen entsprungen und haben sich verselbstst\u00e4ndigt, oder sie waren vorher lebende Zellen, die Selbstst\u00e4ndigkeit und Eigenleben aufgegeben haben, um als Virus weiterkopiert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem bleibt die M\u00f6glichkeit, dass die furchtbaren Krankheitserreger urspr\u00fcnglich mit einer n\u00fctzlichen Funktion erschaffen wurden und dann zur \u00bbSchadsoftware\u00ab entartet sind. In einigen F\u00e4llen war der Mensch au\u00dferdem zun\u00e4chst gar nicht der Zielorganismus. Verschiedene Verhaltensweisen (z. B. Haltung, Zucht und Verzehr exotischer Tiere, Massentierhaltung) leisten dem Wirtswechsel Vorschub. Viren springen von Tieren auf Menschen \u00fcber und k\u00f6nnen neue Epidemien ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Letztendlich ist es denkbar, dass sie sogar nach dem S\u00fcndenfall mit diesem traurigen Ziel erschaffen wurden. Denn auch der Mensch ist in der gefallenen Sch\u00f6pfung biologisch gesehen ein Lebewesen in einem gro\u00dfen Netzwerk nat\u00fcrlicher Wechselwirkungen, das unter anderem durch Krankheit, Leid und Tod \u00bbreguliert\u00ab wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>quo:virus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wir jetzt die Frage nach dem Warum und dem Woher beleuchtet haben, sollten wir am Schluss noch einen Blick auf die dritte Grundfrage werfen: Virus wohin? Besonders im Blick auf die COVID-19-Pandemie ist die Frage interessant, was \u00fcber den weiteren Entwicklungsverlauf von Viren bekannt ist, besonders \u00fcber den der Krankheitserreger. Die gute Nachricht ist, dass die Entropie (oder \u00bbVerg\u00e4nglichkeit\u00ab, R\u00f6m 8,20), der die ganze Sch\u00f6pfung unterworfen ist, auch vor der genetischen Information nicht Halt macht. W\u00e4hrend es eine allgemeine Grundannahme der Evolutionstheorie ist, dass die genetische Information \u00fcber die Zeit zunimmt und best\u00e4ndig neue Konstruktionen entstehen, legen die Daten der modernen Genetik genau das Gegenteil nahe. Obwohl Variation, Selektion und epigenetische Faktoren zu einer st\u00e4ndigen Anpassung und Optimierung aller Organismen f\u00fchren, geht dies zu Lasten der genetischen Vielfalt. Zuf\u00e4llige Verluste (Gendrift, Aussterben von Populationen) und besonders Mutationen wirken ebenfalls negativ auf den Genpool, den Gesamtbestand der Gene, ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Coronavirus zerf\u00e4llt zusehends. Auf verschiedenen Internetseiten l\u00e4sst sich dieser Verfall live mitverfolgen. Es ist m\u00f6glich, dass einzelne Varianten vom Immunsystem schlechter erkannt und bek\u00e4mpft werden k\u00f6nnen. Allerdings ist bis heute kein Fall bekannt, bei dem ein eher harmloser Erreger zu einem richtigen \u00bbKillervirus\u00ab mutiert ist. Das Gegenteil ist der Normalfall: Der Erreger schw\u00e4cht immer weiter ab und die Immunit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung nimmt zu. Es gibt noch eine weitere gute Nachricht. Das aktuelle Coronavirus SArS-CoV2 hat so gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit den schon lange zuvor verbreiteten Erk\u00e4ltungsviren gleicher Kategorie, dass 40-60% aller gesunden Personen bereits immun dagegen sind. M\u00f6glicherweise liegt darin eine der Ursachen, warum, zumindest in Europa, die Tendenz erkennbar ist, dass in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern, die ein milderes Klima haben und weniger von Erk\u00e4ltungskrankheiten betroffen sind, weniger Menschen diesen nat\u00fcrlichen Schutz haben. Au\u00dferdem k\u00f6nnte es erkl\u00e4ren, warum ein gro\u00dfer Anteil der Infizierten symptomfrei bleibt, und in engen Kontaktgruppen ohne Schutzma\u00dfnahmen (Familien) h\u00e4ufig nicht alle Mitglieder infiziert werden. Mit mehr als f\u00fcnf Jahren Abstand zum ersten Ausbruch l\u00e4sst sich jetzt schon feststellen, dass COVID-19 seinen Schrecken verloren hat und sich in die altbekannten Varianten der Grippeerreger einreiht, ohne weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"836\" height=\"834\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6108\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf.jpg 836w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf-300x300.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf-150x150.jpg 150w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf-768x766.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf-600x599.jpg 600w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/HP-charakter-kopf-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 836px) 100vw, 836px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">charakter:kopf \u2013 Diese Darstellung des Coronavirus SARS-CoV-2 wird inzwischen wohl von den meisten Menschen erkannt. Es hielt die Welt zwei Jahre lang in Atem und es ist erfreulich, dass sein Potential als Krankheitserreger bereits stark nachgelassen hat.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gr\u00f6\u00dfer noch als die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Sch\u00e4den der beiden \u00bbCoronajahre\u00ab sind allerdings die gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Verwerfungen, die sie hinterlassen haben. Wer nicht in Panik verfallen ist, den Zwangsma\u00dfnahmen gegen\u00fcber skeptisch eingestellt war und die Impfung abgelehnt hat, sieht sich jetzt im Nachhinein best\u00e4tigt, denn das meiste davon erwies sich als wirkungslos oder sogar kontraproduktiv. Aber deswegen sollte sich niemand \u00fcberheben. Der Erreger war unbekannt und die Situation einer weltweiten Ausbreitung in diesem Ausma\u00df ebenfalls neu. Die meisten Menschen und Regierungen haben mit den besten Absichten auf das Geschehen reagiert und im Nachhinein ist man immer schlauer. Jedenfalls ist es jetzt h\u00f6chste Zeit f\u00fcr alle, die diese Rechnungen zwischen sich noch offen halten, aufeinander zuzugehen und Vers\u00f6hnung zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-small-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"line-height:1\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Quellennachweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Agence France-Presse: <em>Breakthrough: Deaf Boy Can Hear After First Gene Treatment in US<\/em>. scienceALERT vom 25.01.2024; aufgerufen am 25.01.2025: <a href=\"https:\/\/www.sciencealert.com\/breakthrough-deaf-boy-can-hear-after-first-gene-treatment-in-us\">https:\/\/www.sciencealert.com\/breakthrough-deaf-boy-can-hear-after-first-gene-treatment-in-us<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bar-Ona, YN; Phillips, R; Milo, R: <em>The biomass distribution on Earth<\/em>. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 2018; 115(25):6506-6511; doi: 10.1073\/pnas.1711842115<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borger, P: <em>Was sind Viren und wie passen sie in Gottes gute Sch\u00f6pfung?<\/em> P\u00e4dagogentagung 14.02.2021 der SG Wort und Wissen; https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=i11w-vYS5ie<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Borger, P: <em>An introduction to variation-inducing genetic elements<\/em>. Journal of Creation 2009; 23(1):99-106<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chowdary, P; Shapiro, S; Makris, M: <em>Phase 1\u20132 Trial of AAVS3 Gene Therapy in Patients with Hemophilia B<\/em>. New England Journal of Medicine 2022; 387(3):237-247<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Feiss M, Rao VB: <em>The bacteriophage DNA packaging machine<\/em>. Advanced Experimental Medical Biology 2012; 726:489-509<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grifoni, A: <em>Targets of T-Cell-Responses to SARS-CoV-2 Coronavirus in Humans with COVID-19 Disease and Unexposed Individuals<\/em>. Cell 2020; 181(7):1489-1501<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lv, J; Wang, H; Cheng, X: <em>AAV1-hOTOF gene therapy for autosomal recessive deafness 9: a single-arm trial<\/em>. The Lancet 2024; 403(10441):2317-2325; doi: 10.1016\/S0140-6736(23)02874-X<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maghsoodi, A: <em>How the phage T4 injection machinery works including energetics, forces, and dynamic pathway<\/em>. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 2019; 116(50):25097-25105<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medawar PB: <em>Aristotle to Zoos: a philosophical dictionary of biology<\/em>. Cambridge (Harvard university Press) 1983, S. 275 (\u201cbad news wrapped in protein\u201d)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00f6lling, K: <em>Viren \u2013 Supermacht des Lebens<\/em>. M\u00fcnchen (C. H. Beck) 2020; ISBN 978-3-406-76029-7<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moritz, JM: <em>Are Viruses Evil?<\/em> Theology and Science 2020; 18(4):564-578<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nowitzki, T: Phagen: <em>Durchbruch gegen multiresistente Keime?<\/em> Ndr.de vom 27.09.2017; aufgerufen am 27.02.2018: https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/braunschweig_harz_goettingen\/Phagen-Durchbruch-gegen-multiresistente-Keime,phagen106.html<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pollard P: <em>How viruses control microbial ecosystems<\/em>. Microbiology Australia 2007; 28:115-117<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pollard, P: <em>Does virallysis short-circuit the microbial loop?<\/em> Limnology and Oceanography 2011; 56(3):1115-1129<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Raoult, D: <em>The 1.2-Megabase Genome Sequence of Mimivirus<\/em>. Science 2004; 306(5700):1344-1350<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rohwer, F: <em>Global Phage Diversity<\/em>. Cell 2003; 113(2):141<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Suttle, C: <em>Viruses in the sea<\/em>. Nature 2005; 437:356-361 Van Dorp, L: <em>Emergence of genomic diversity and recurrent mutations in SARS-CoV-2<\/em>. Infection, Genetics and Evolution 2020; 83; doi: 10.1016\/j.meegid.2020.104351<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-small-font-size is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"line-height:1\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bildnachweis:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wikipedia: Darstellung von SARS-CoV-2 \/ Alissa Eckert<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">andere Lizenzen: Titel Viren-Warum? (Grafik zu Viren, \u00e4hnlich Corona) \/shutterstock_ID_2395428281 \/ Dagmara_K \/\/ fantasievolle Grafik, bunter Viren-Garten \/shutterstock_ID_2541978369 \/ Kateryna Kon \/\/ KI-Bild: Gr\u00f6\u00dfenvergleich Virus &#8211; Hand &#8211; K\u00f6lner Dom \/\/ Grafik zu Antik\u00f6rpern \/shutterstock_ID_1695239392 \/ Yurchanka Siarhei \/\/ Grafik mit T4-Phage auf Bakterium \/shutterstock_ID_2596918719 \/ peterschreiber.media \/\/ Gr\u00f6\u00dfenvergleich mit Riesenviren \/shutterstock_ID_720441124 \/ Meletios Verras<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Link zum Buch: <a href=\"https:\/\/www.daniel-verlag.de\/produkt\/wimmelwesen\/?srsltid=AfmBOoo-BnEr34yTfohEm0ArbTWBe9YWoMvMhMtin7a7guVaZAit6FLc\">https:\/\/www.daniel-verlag.de\/produkt\/ wimmelwesen<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6109\" srcset=\"https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-scaled.jpg 2560w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-300x150.jpg 300w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-768x384.jpg 768w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-2048x1024.jpg 2048w, https:\/\/parquediscovery.pt\/wp-content\/uploads\/31-600x300.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viren sind keine Lebewesen.<br \/> Sie tragen nicht alle Kennzeichen des Lebens \u2013 stehen dem Leben aber sehr nahe.<br \/> F\u00fcr die meisten Menschen sind sie in[\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":6099,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"remove_blocks_before_content":false,"remove_blocks_after_content":false,"disable_reading_progress_bar":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[69],"tags":[],"class_list":["post-6098","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-swarming-animals"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6098"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6098\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6112,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6098\/revisions\/6112"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/parquediscovery.pt\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}